06 September 2007

Singletrailparadies Ischgl

Ischgl - ein Paradies für Skifahrer, Boarder und Après-Ski Junkies?

Zusammen mit einem Kollegen habe ich Mitte August eine Woche auf dem Bike in und rund um den bekannten Wintersportort in Österreich verbracht.

Fazit: Ischgl - ein Paradies für Singletrail-Freaks, Marathon-Bergflöhe, Downhiller und Alpenjunkies.

Hunderte Kilometer ausgeschilderte Biketrails in allen Varianten haben uns erwartet. Von der asphaltierten Alpstrasse über Schotterpisten, Waldwegen bis zu absoluten Traum-Singletrails findet man in dieser bikerfreundlichen Alpenarena alles.

Probleme mit Redsox (Wanderer)? Keineswegs, die fragten sogar nach unserem Wohlbefinden, erkundigten sich nach den Wegen oder boten sich als Fotografen an.

Aber genug der schönen Worte, ab jetzt lasse ich die Bilder sprechen. Enjoy!

The Navigator

Mister Singletrail

Fluchthorn 3400 M.ü.M



Das sind Singletrails!


Das Zeblasjoch haben wir 3 mal erklommen! Aus allen Richtungen.

Trotz Wintersport gibt es auch rund um Ischgl noch viel unberührte Natur.


Landesgrenze Schweiz-Österreich auf dem Zeblasjoch.

Die Speed-Abfahrt Richtung Samnaun (CH).

Das breite Grinsen von den Trailabfahrten brachte man kaum mehr weg!

Aber hochfahren mussten wir trotzdem.

Wenns obe schifft und unda saicht...


Zwei Seeländer in der Steinwüste der Ischgler-Alpen.

So mancher Single hatte auch seine Tücken.

Vergesst den Sessellift, wir sind hochgefahren!

Steil...

...steiler...

...am steilsten!

Ziemlich hoch!



Aber wir gingen noch höher hinauf.

Blick zum Palinkopf und Zeblasjoch.


Der Greitenspitzentrail, siidefiin!

Blick hinab auf die Idalp und den Pardatschgrat.

Alles bereit für die Abfahrt.


Der Velilltrail.

Ischgl 2007


08 Juli 2007

Sommerbeginn mit Hindernis

Es ist einige Zeit vergangen seit ich hier den letzten Post eingestellt habe aber ich musste mich die letzten beiden Monate auf meine Abschlussprüfungen vorbereiten und auch im Job war Einiges los.

Die Prüfungen sind nun aber geschrieben und die Resultate können sich mehr oder weniger sehen lassen. Eigentlich bin ich ganz zufrieden und kann nun das letzte Studienjahr in Angriff nehmen. Vorerst gilt es aber die Studienferien zu geniessen, was soviel heisst wie 3 Tage arbeiten und 4 Tage Wochenende.

Also eigentlich alles OK, wäre da nicht dieser verflixte Militärdienst. Morgen darf ich 3 Wochen in den WK zur Unterstützung der Rekrutenschule. Ich hoffe es ist weniger schlimm als es tönt. Na ja, morgen weis ich mehr. Auf jeden Fall wird das wieder Stoff für meinen Blog geben!

Ich wünsche allen einen tollen Sommer!

12 April 2007

Velosaison eröffnet

Nachdem ich übers Osterwochenende die Rennvelosaison eröffnet habe, ist gestern auch der Start in die Bikesaison erfolgt. Leider gleich mit einem Malheur. Bei der Auffahrt von Frinvillier nach Evilard hatte ich einen Platten im Hinterreifen. Ich hatte wohl zu wenig Luft, 2 Bar oder so, im Schlauch und beim Überfahren eines Spitzen Steins, hat sich der Felgen in den Schlauch gebohrt. Na ja, dazu hat der Biker bekanntlich sein Flickzeug dabei und eine kleine Pumpe. Das Pumpen war schliesslich auch die harte Arbeit an der ganzen Sache. Jeder der schon einen 2 Zoll Reifen mit so einer Notspritze aufgepumpt hat, weis wovon ich spreche.

So bin ich zu Beginn der Saison gleich das ganze Programm durchgegangen. Wenn das Wetter weiter mitspielt gibt’s in diesem Jahr jedenfalls eine tolle Velosaison.

01 April 2007

Züge, Reben und das lemanische Meer

Nachdem der Winter sich wieder abgemeldet hat, ist die Schweiz wieder fest in der Hand des Frühlings. Dieses Wochenende besonders. Sonnenschein und warme Temperaturen waren Samstag und Sonntag die Hauptakteure.

Heute wollte ich besonders profitieren und habe bereits um 8 Uhr in der Früh am Bahnhof den Zug Richtung Bern bestiegen. Von Bern ging's mit dem Intercity über Fribourg nach Palézieux und dann mit dem Regionalzug nach Puidoux-Chexbres. Der kleine Ort liegt am Rande der gewellten Hochebene vor dem Bassin Lémanique.

Nun ging es zu Fuss weiter. Auf einem Teersträsschen folgte ich den Wegweisern Richtung Tour de Gourze, einem Wachtturm aus dem 12. Jahrhundert. Hier ahnt man noch nichts von den sonnenverwöhnten Rebbergen des Lavaux und dem grössten See Mitteleuropas. Am Horizont zeigen sich bloss die Spitzen der Waadtländer und Savoyer Alpen.

Es war etwas dunstig heute und der Blick ins Unterwallis getrübt. Die verschneiten Berge über dem Dunst zeigten sich aber von ihrer schönsten Seite. Diese Jahreszeit hat schon etwas Spezielles, wenn im Unterland bereits Frühling herrscht, während in den Bergen noch der Winter den Takt angibt.

Ich folgte also weiter meinem Teersträsschen durch Feld und Wald. Nach einer halben Stunde trat ich dann aus dem Wald und trotz dem Dunst empfingen mich das wunderbare Panorama des Lac Léman und die endlosen Rebberge des Lavaux. Ich folgte weiter dem Teersträsschen, welches nun steiler wurde und schliesslich am Fusse der Tour de Gourze auf 930 Meter endete. Im Innern des viereckigen Turms führt eine Metalltreppe auf die Brüstung.

Das Panorama, welches den Wanderer dort erwartet ist beinahe unbeschreiblich. Hinten Links die Freiburger Alpen mit Moléson und Vanil Noir, vorne Links die Waadtländer Alpen mit Rochers de Naye, Grand Muveran und Grand Combin (wenn's keinen Dunst hat!) Vorne die Savoyer Alpen und der See. Auf der rechten Seite dann der Jura, mit Crêt de la Neige, Mont Tendre und Chasseron. Fantastisch!

Rund um den Turm hat es gemütliche Sitzbänke zum Picknicken. Ich entschloss mich für eine etwas schiefe Bank ein paar Schritte weiter unten. Etwas weniger Komfort, dafür war die Sicht frei auf den See. Nach der kurzen Mahlzeit ging es dann weiter. Von meinem Picknick-Platz weg Richtung Grandvaux, führte ein nicht beschilderter Pfad in den Wald hinein. Abkürzung! Dachte ich und für einmal hatte ich Recht. Der Weg war zwar steil und glitschig, führte aber ziemlich direkt zu meinem Zwischenziel, dem Bahnhof von Grandvaux.

Von dort ging ich auf dem Sentier de la ligne, dem Weg entlang der Bahnlinie, weiter. Der Weg führt, mal als Pfad, mal als Strässchen zwischen Rebbergen und Bahnlinie, Richtung Lausanne. Die Rebberge sind jetzt selbstverständlich noch kahl, aber die Wanderung hat wie bereits gesagt, wegen der verschneiten Berge auch im Frühling ihren Reiz. Im Sommer würde ich sie nicht empfehlen, entlang der Steinmauern muss es dann extrem heiss sein. Im Herbst jedoch, vor oder nach der Traubenernte, wäre wohl die schönste Jahreszeit.

Kurz vor der Gare de la Conversion hat mich noch kurz eine Schmuse-Katze aufgehalten. Sie wollte mich erst nach ein paar Streicheleinheiten weitergehen lassen. Kaum am Bahnhof angekommen, fuhr auch gleich der Regionalzug nach Lausanne ein. That's Timing! Von Lausanne ging es dann mit dem ICN wieder zurück nach Biel.

Eine schöne kleine Wanderung an einem schönen Frühlingstag. Vielleicht wiederhole ich sie noch einmal an einem schönen Herbsttag.

Bilder und Infos La Tour de Gourze gibt es hier.
Bilder des Panoramas gibt es hier.
Bilder und Infos Sentier de la Ligne gibt es hier.

27 März 2007

Ich kann es nicht mehr hören!

Und wieder wird um den Eurovision Song Theater gemacht. Jetzt werden sogar die Politiker aktiv. Der Tiefpunkt ist also, entgegen meiner Vorstellungen, doch noch nicht erreicht. Dieses Jahr schicken wir den armen DJ Bobo an den bescheuerten Eurovision Songcontest. Und nachdem letztes Jahr die Gruftiband Lordi gewonnen hat, muss der Bobo als Vampir gehen. Selbstverständlich muss der Song zum Outfit passen (oder das Outfit zum Song?), also wird in „Vampires are alive“ von Blut, Hölle und Seele verkaufen gesungen.

Dies hat nun die EDU (Eidgenössische Demokratische Union), deren politischen Grundsätze auf dem Evangelium von Jesus Christus basieren (Bemerkung: ich habe nichts gegen Religion und Christen aber ich habe definitiv kein Verständnis dafür wenn die Politik auf religiösen Grundsätzen basiert) dazu bewogen, eine Petition gegen diesen Song einzureichen, damit Bobo mit dem Song die Schweiz am Eurovision Songcontest nicht vertreten darf. Die Botschaft des Songs sei verheerend und die Schweiz solle nicht mit Satanismus sondern mit Schweizer Werten am Gesangswettbewerb vertreten sein.

Der Christian Waber (Nationalrat, EDU) singt doch sicher im Kirchenchor mit, soll doch er teilnehmen!

Meine Herren Politiker, wir haben wichtigere und ernster zu nehmende Themen, über welche diskutiert werden müssen! Also konzentrieren sie sich gefälligst darauf und schalten sie am 12. Mai 2007 einfach den Fernseher aus und lesen sie in den darauf folgenden Tagen einfach den Promi und People Teil in den Zeitungen nicht.

16 März 2007

Ferienstimmung

Ich bin gerade total in Ferienstimmung. Wenn jetzt Sommer wäre, würde ich morgen in einen Zug oder ins Flugzeug steigen und Richtung Norden reisen. Nordsee, Wattenmeer, Norwegen, Island, Kanada.....


01 März 2007

Zitter, Schlotter, Bibber

Morgen 2. und Samstag 3. März ist es wieder so weit, Prüfungen. Meine ABSOLUTEN Lieblingsfächer stehen auf dem Programm: Buchhaltung, Informationsmanagement, Arbeitspsychologie und als Sahnehäubchen Recht.

Viermal eine Stunde höchste Konzentration ist gefordert. 60-minütige Prüfungen bedeuten meistens Stress. Eine Stunde ist nicht viel und trotzdem muss der Stoff eines ganzen Semesters geprüft werden. Da bleibt nicht viel Zeit für lange Überlegungen, was bedeutet: „was ich nicht weis, macht mich nicht heiss“ oder etwas genauer ausgedrückt: Keine Zeit verlieren, wenn man eine Aufgabe nicht ganz versteht, sondern sofort zur nächsten weiter gehen.

Frei nach dem Motto: Speed kills the exam!

Und wenn man gar nichts weis, einfach etwas aufschreiben, Hauptsache es steht was auf dem Blatt.

Bloss keine Panik, in 48 Stunden ist die ganze Hexerei vorbei. Dann wird die Zeit reif sein für ein Bierchen um den ganzen Lernfrust zu ertränken. Jammern kann ich dann noch genug, wenn ich die Resultate erhalte! :-)

In diesem Sinne: „Kill the exams, Cédric!“

20 Januar 2007

Tod

Es hat sich herausgestellt, dass es sich bei der am 19. Januar 2007 verunfallten Person um eine junge Frau handelte, welche nicht mit einem Motorrad sondern mit einem Roller unterwegs war. Ein aus einer Seitenstrasse einbiegender Autolenker hatte offensichtlich die Rollerfahrerin übersehen, worauf es zum heftigen Zusammenstoss kam.

Die junge Frau ist noch gestern Abend auf der Unfallstelle gestorben.

19 Januar 2007

Zwischen Leben und Tod

Freitagabend, ich fahre im Bus nach Hause. Vorletzte Station, der Bus hält an, Menschen steigen aus, niemand steigt ein. Die Türen schliessen sich der Bus fährt jedoch nicht weiter. Der Busfahrer zieht eine Orange Jacke an und steigt aus. „Panne? Vielleicht der Stromabnehmer“. Der Fahrer kommt aber nicht am Bus vorbei nach hinten. „Na ja, vielleicht was anderes.“

Der Busfahrer steigt wieder ein. Ich nehme den Kopfhörer aus dem Ohr. Der Fahrer funkt und meldet einen Unfall.

„Heute geht’s wohl nicht mehr weiter“. Ich steige aus, gehe am Bus vorbei nach vorn. Ein gelber Lieferwagen steht am Strassenrand, auf der gegenüber liegenden Strassenseite steht ein silberner Kleinwagen, ein Mann winkt die Autofahrer vorbei. Ich gehe weiter, sehe ein umgestürztes Motorrad. Darum herum liegen Scherben und Metallteile. Ein paar Meter davon entfernt liegt ein Mann regungslos am Boden, der Kopf zur Seite geneigt. Um den Kopf herum eine grosse Blutlache. Mit dem Regen fliesst Blut in den nahe liegenden Schacht. Neben dem Mann, kniend zwei weitere Männer. Einer hält den Arm des Verunfallten, der Zweite versucht ihn mit Herzmassage zu reanimieren. Ich zähle mit 1, 2, 3, 4, 5….1, 2, 3, 4, 5….

Am Strassenrand hat sich eine kleine Menschenmenge gebildet. Fassungslose bleiche Gesichter beobachten die Szene. Eine Frau hält sich die Hand vor den offenen Mund, eine andere hält sich verkrampft am Arm ihres Freundes oder Mannes fest.

Ich gehe ein paar Schritte weiter, bleibe dann auch stehen. 1, 2, 3, 4, 5…der Mann regt sich nicht. Ich frage mich ob der Helm nicht weg müsste. Nein, zu gefährlich wegen Verletzungen an der Wirbelsäule, oder doch weg? Ich versuche mich zu erinnern wie man einem Verunfallten einen Motorradhelm auszieht. Ich wüsste nicht mehr wie das geht. Dann eine Sirene. Der Krankenwagen kommt. Ein Notarzt und ein Sanitäter steigen aus. Der Sanitäter rennt zum Verunfallten, er legt den Kopf gerade und fängt an ihm den Helm auszuziehen. Der Arzt bittet die beiden Helfer zur Seite und fängt an den Körper des Verunfallten frei zu machen. Noch eine Sirene erklingt, der Polizeiwagen. Der Beifahrer stürzt aus dem Auto und rennt zur Unfallstelle.

Ich wende mich ab und gehe nach Hause. An den Häuserfassaden reflektieren die Blaulichter. Erst jetzt höre ich die Musik im Kopfhörer wieder. Ready to go von Republica. Ich hoffe der Mann überlebt, er wäre sicher nicht bereit gewesen…

31 Dezember 2006

Bye bye 2006

Plus que qeulques heures en 2006, il est temps pour une courte récapitulation et conclusion. Ce Post concerne uniquement moi-même, je laisse les médias s'occuper des rétrospectives 2006 du monde entier.

Voici mes High- et Lowlights:
Le plus grand succès de cette année est absolument l'achèvement de ma deuxième année d'étude d'économie. Un événement qui me reste en bonne mémoire est le Grand Prix de Berne. La randonné au Schibengütsch et les vacances de VTT en Autriche étaient de très bons moments que j'ai passé avec des amis très proches. Il y avait bien sûr aussi des événements moins heureux. De mars jusqu'au mois de mai je suis tombé malade plusieurs fois, c'était une période d'insécurité qui a coûté beaucoup de force. La meilleure décision que j'ai prise cette année est certainement celle de mon déménagement. La nouvelle situation d'habitation me convient vraiment et m'a aussi aidé à retrouver un certain équilibre dans ma vie.

En conclusion je peux dire que l'année 2006 était une heureuse année plein d'aventures et de bonheur. J'espère que je pourrais vous parler d'aussi bons moments l'année prochaine.


Je vous souhaite une bonne est heureuse année 2007 !!!

25 Dezember 2006

Merry Christmas




Merry Christmas to everybody in this world !!! In particular to all people who are suffering this time. Hope that some changes will happen and alleviate their pain.

17 Dezember 2006

Es weihnachtet ein wenig

Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, gehe ich vorbei an Ständen voller Holzfiguren, Adventskränzen, Kerzen, Gewürzen, Teen und vielem mehr. Eifrig wird gekauft und verkauft. Hier eine Kerze dort ein Holzengel. Hier Gewürze dort Tee. Hier eine Bratwurst dort Glühwein. Der Marronimann schreit hinaus „Heisse Marroni, chaud les marrons“ – da kann ich nicht widerstehen. Es ist Sonntagsverkauft und die Strassen sind voller Menschen, als wäre es ein Wochentag. Männer und Frauen voll bepackt mit Taschen und Schachteln, eilen an mir vorbei.


Eigentlich mag ich Weihnachten sehr, die Stimmung in der Stadt mit den Lichtern, der Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr ist bei mir aber noch nicht richtige Weihnachtsstimmung aufgekommen. Keine Glöcklein in den Ohren, kein Mandarinengeruch in der Nase aber ich gebe mir Mühe und suche trotzdem weiter nach meinen Geschenken. Schliesslich entscheide ich mich für ein Teeset und verschiebe den Kauf der weiteren Geschenke auf ein nächstes Mal. Es wird sich wohl nie ändern, ich werde meine Weihnachtseinkäufe wohl immer in letzter Minute erledigen. Vielleicht kommt ja auch noch etwas Weihnachtsstimmung auf.

14 November 2006

Cablecom senkt die Preise - Was bringts?

Am Ende der langen und harzigen Verhandlungen zwischen dem Monopolisten Cablecom und dem Preisüberwacher Rudolf Strahm ist nicht viel herausgekommen.

- günstigere Set-Top Boxen
- Preissenkung im digitalen Angebot
- Preiserhöhung im analogen Angebot
- Programmreduktion im analogen Angebot
- Weiterbestehen der Verschlüsselung

Die Preisreduktion wären wohl auch ohne Verhandlungen vorgenommen worden, denn die Konkurrenz schläft nicht. Bluewin TV hat vor einigen Tagen die ersten Kunden mit digitalem TV versorgt.

Aber was bringt es der grössten Konsumentengruppe im Bereich Fernsehen? Gar nichts! Das Angebot für das analoge Fernsehen verschlechtert sich sogar. Es wird teurer und schrumpft gleichzeitig und weil die Cablecom vorerst auf grosse Investitionen in ihrem Leitungsnetz verzichten will, wird sie in naher Zukunft weitere Sender aus dem analogen Programm streichen müssen, um Platz für digitale Kanäle zu machen.

Da können sich lediglich diejenigen weiter freuen, die Ihren Fernseh-, Telefon- und Internetanschluss bei einem der doch zahlreichen kleinen Anbieter haben. Diese bieten nämlich trotz ihrer vergleichsweise winzigen Netze zum Teil Top-Angebote an.

Links zum Thema und weitere Kritik:
www.news.ch

www.sf.tv
www.nzz.ch
JacoBlök

22 Oktober 2006

Findlinge und Schalensteine im Längholz

Der Wald, in dem ich meine Trainingseinheiten absolviere, ist ein offizielles Findlingsreservat. Ungefähr 50 Felsblöcke mit einer Mindestgrösse von einem Kubikmeter wurden vor 25 Jahren katalogisiert und unter Naturschutz gestellt.

Findlinge, oder erratische Blöcke, sind Steine, welche während der Eiszeit von Gletschern transportiert wurden und nach deren Rückzug an der Oberfläche liegen geblieben sind.

Vor ca. 2 Millionen Jahren lag das heutige Seeland unter der dicken Eisschicht des Rhonegletschers, welcher bis ins Gebiet zwischen Solothurn und Oensingen vorgedrungen war. Der Gletscher hat während der Eiszeit immer wieder Felsbrocken transportiert. Nachdem die Eisschicht geschmolzen war, blieben viele dieser Brocken frei liegen oder gelangten später durch Erosion an die Oberfläche.

Der grösste Findling im Reservat ist der Heidenstein. Ein mächtiger Block aus schieferigem Gneis mit einem Volumen von ungefähr 100 Kubikmetern. Findlinge sind oft sagenumwoben, so auch der Heidenstein. Die bekannteste Sage erzählt die Geschichte von einer alten Schuhmacherin, die auf dem Weg von Mett nach Brügg dem Teufel begegnete, der mit einem mächtigen Felsen auf seinem Rücken auf dem Weg zur Kirche von Bürglen war. Auf seine Frage, wie weit es noch sei, erwiderte die Frau, dass er noch so viele Paar Schuhe durchlaufen müsse, wie sie in ihrem Korb trage. Das war dem Teufel zu weit und schmetterte den Felsen zu Boden und verschwand. Als die Frau lange Zeit später von ihrer Begegnung erzählte, nannten die Menschen den Felsbrocken nur noch Heidenstein.

Unter den 50 Findlingen im Längholz befinden sich auch 10 Schalensteine. Schalensteine nennt man Findlinge, welche von Menschenhand geschaffene Löcher, Schalen oder Schleifspuren auf ihrer Oberfläche aufweisen. Schalensteine gibt es überall in Europa. Die Schalen werden der Bronzezeit (ca. 4000-1000 v. Chr.) zugewiesen. Bis heute ist ungeklärt, wofür die Schalen genutzt wurden. Verschiedene Deutungsversuche sprechen von Kalendern, astronomischen Zeichen, Fruchtbarkeitssymbolen, Hilfsmitteln für kulturelle Rituale, aber auch Nahrungsverarbeitung und Wassersammlung. Wegen den ungeklärten Vertiefungen, werden die Steine im Volksmund auch Druiden- Feen-, Opfer- Teufels- oder Hexensteine genannt.

Der interessanteste Schalenstein im Längholz, liegt in der Nähe des Friedhofs. Er weist sechs Bohrlöcher in einer Reihe und gleichmässigen Abständen auf der NO-Seite und 3 weitere Bohrlöcher auf der Gegenseite auf. Die Unebenheit auf der Oberseite könnte eine Schale sein. Wäre der Boden rundum den Stein nicht abfallend, könnte aufgrund seiner Form durchaus von einem frühzeitlichen Sammelplatz oder Treffpunkt ausgegangen werden.

Ich mag diesen Stein besonders, weil er von der Dent Blanche im Wallis stammt. Einer der schönsten Berge in der Schweiz, wie ich finde.

Offizielle Website des Findlingreservats Längholz

05 Oktober 2006

Un nouveau départ

J'ai déménagé la semaine passé. Après avoir habité en communauté pendant presque quatre ans, j'avais besoin d'un nouvel environnement et de mon propre logement.

Habiter en communauté amène des avantages, surtout du point de vue financier, mais on est aussi obligé de partager et on perd un bout de sa vie privé. Je pense que c'était une bonne expérience mais il était temps pour un nouveau départ. J'ai trouvé un joli petit appartement de deux-pièces avec balcon. C'est un peu en dehors de ma ville, près de la campagne et de la forêt mais j'ai tout de même plein de possibilités pour faire mes achats à proximité et j'ai de très bonnes correspondances avec le bus pour aller au centre-ville. C'est effectivement l'endroit idéal pour moi.

Pour l'instant tout est encore un peu provisoire. Je n'ai pas encore rangé toutes mes affaires. Certains meubles ne sont pas encore montés et il reste des cartons à vider. Mais je me suis déjà assez bien installé, il faut simplement encore un peu du temps pour faire le reste.

Comme déjà remarqué il s'agit d'un nouveau départ, ça prend donc un peu du temps et il n'y a certainement pas d'urgence.

17 September 2006

GESCHAFFT !!!

Am Samstag habe ich die Resultate meiner 2. Vordiplomprüfungen erhalten und den Notenausweis des 2. Studienjahres. Ich habe das zweite Studienjahr bestanden! Die Prüfungen waren auch dieses Jahr anspruchsvoll, trotzdem ist mir das Lernen etwas leichter gefallen.

Besonders freut mich, dass ich dieses Jahr keine ungenügende Note in meinem Notenausweis habe. Eigentlich ist mir das gar nicht so wichtig, den bestanden ist bestanden, mit oder ohne ungenügenden Note. Aber letztes Jahr musste ich im 2. Semester kämpfen, weil ich im 1. Semester gepatzert habe. Dieser Kampf (und Stress!) blieb mir dieses Jahr zum Glück erspart.

Eigentlich kann ich gar nicht mehr dazu sagen, ich freue mich einfach, dass ich nun die Hälfte meines Studiums hinter mir habe. Bekanntlich dauert ja die zweite Hälfte immer weniger lang.

Na ja, schaun mer mal! ;-)

03 September 2006

Wachtdienst - Schicht von 02:00 bis 04:00 morgens

02:23 Uhr
Eine Spinne seilt sich vom Vordach runter, zwirbelt einen Seidenfaden aus ihrem Hintern und klebt ihn an die Wand des Wachtlokals. Dann klettert sie wieder hoch zum Vordach, spannt alles und macht es schön fest. Der Anfang eines Spinnennetzes.

02:26 Uhr
Ich widme mich wieder meiner Lektüre. Nein, es handelt sich nicht um die neueste Ausgabe des FHM, Playboy oder Cherry, sondern um einen Roman von Jules Vernes. Auch im Militär kann man etwas gehobenere Lektüre geniessen.

Ironischerweise handelt die Geschichte von zwei Wissenschaftlern, welche beide ein enormes Vermögen erben. Der Eine, ein Franzose, baut damit eine Modell-Stadt auf, deren Einwohner höchsten Standart geniessen können (Hygiene, Bildung, Sozialwesen, Arbeitsbedingungen auf höchstem Niveau). Der Andere, ein Deutscher, welcher die Franzosen abgrundtief hasst, baut ein riesiges Stahlwerk auf. In diesem konstruiert er neueste Waffen mit dem Ziel, die Franzosen-Stadt zu zerstören. Natürlich gelingt es dem Franzosen seine Stadt zu retten, aber mit dem Verstand und nicht mit einer Armee.

02: 46 Uhr
Ich unterbreche meine Lektüre um nachzusehen, wie weit die Spinne mit ihrem Nest ist. Sie kommt gut voran. Alle Sicherungsfäden sind gespannt und sie ist bereits am Fangnetz. Das wird wohl noch ein wenig dauern...eigentlich hochinteressant so ein Spinnennetz.

03:02 Uhr
Achtung, eine Katze dringt ins Militärgelände ein! Na, die wird schon nichts schlimmes anstellen.

Noch ein Kapitel im Buch, dann ist auch diese Schicht bald vorüber.

03:40 Uhr
Noch 20 Minuten! Die Spinne hat ungefähr die Hälfte ihres Fangnetzes fertig gestellt. Harte Arbeit und eine Garantie, dass sich ein Insekt darin verfängt kriegt sie auch nicht. Nun, diese Spinne schon, schliesslich ist das Vordach die ganze Nacht beleuchtet. Irgendein Krabbelvieh wird schon rein fliegen.

03:57 Uhr
Die Ablösung kommt. Ein kurzer Wortwechsel über die Sinnlosigkeit dieses Jobs, dann mach ich mich auf den Weg in die Unterkunft.

04.09 Uhr
Gute Nacht!

27 August 2006

Achtung!

Letzten Donnerstag bin ich in den WK eingerückt. Wie vor zwei Jahren werde ich die nächsten drei Wochen Wache schieben. Das ist sicherlich nicht anstrengend, dafür um so langweiliger. Eine Woche ginge ja noch aber drei Wochen sind schon eine Herausforderung. Da ist es wichtig ein ausgefülltes Freizeitprogramm auf die beine zu stellen. Das heisst, Laptop, Sportzeug, Lektüre und DVD's mitnehmen.

Ein WK auf der Wache bringt aber auch Vorteile mit sich. Der Ausgang ist eingeschränkt und somit kann ich nicht übermässig Geld ausgeben. Weiter spare ich ziemlich viel Geld beim Essen und Trinken. Und letzteres ist in der Militärkantine gar nicht so übel.

Ich hoffe jedenfalls, dass es drei ruhige Wochen werden, ohne Arrestanten, Feueralarme, sonstige Alarme oder was auch immer. Passieren könnte zwar viel, meistens bleibt es jedoch ruhig.

17 August 2006

Bikeferien im Zillertal

Im Juli verbrachte ich mit einem Kollegen einige Tage mit dem Mountainbike in Mayrhofen – Zillertal – Österreich. Die Gegend ist kein Singletrail-Paradies, schon eher ein Marathon- und Transalp-Paradies. Topografisch ist die Gegend sehr interessant. Das Zillertal liegt zwar inmitten der Alpen, welche über 3000 Meter hoch sind, der Talgrund liegt jedoch nur auf 650 Meter. Harte und lange Aufstiege waren also Programm, aber wo ein Aufstieg ist, ist auch immer eine Abfahrt! Und diese hatten es ebenfalls in sich. Ein wenig auf die Stimmung gedrückt haben die vielen Fahrverbote. So viele habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber wir waren ja Touristen und kannten uns nicht aus, also haben wir auch das eine oder andere Verbot ignoriert, oder „übersehen“, wie ich gerne zu sagen pflege.

In 4 Tagen haben wir ungefähr 180 km zurückgelegt und über 5000 Höhenmeter überwunden. Hier ein paar Impressionen:


Auf dem Weg hinauf zum Kleinschwendberg




Tuxertal, im Hintergrund der Tuxergletscher


Der Weg hinauf zum Tuxerjoch





Tuxerjochhaus




Auf dem Weg hinauf zum Penkenjoch




Penkenjoch, im Hintergrund Speichersee und Zillertaler Alpen




Hoch über dem Tuxertal




Auf dem Weg zum Gerlosstein


Zillergrund, im Hintergrund der Brandberger Kolm


Auf der Kotahornalm

30 Juli 2006

Über Schrattenkalk zum Schibengütsch

Am 9. Juli 2006 habe ich mit einer Freundin eine Bergtour auf die Schrattenfluh unternommen. Ein Kalkgebiet, das sich von Sörenberg aus gesehen wie ein silberner Streifen über die hügelige und weitgehend bewaldete Region von Sörenberg erhebt. So schön es klingt, das Gebiet ist ziemlich unwirtlich, viele Schlünden und Höhlen durchziehen die Felsen, geformt von abfliessendem Wasser. Dies macht aber die Gegend so speziell und interessant. Am Fuss der Schrattenfluh liegt ein ausgedehntes Hochmoorgebiet von Nationaler Bedeutung. Die ganze Region gehört zum Entlebucher Biosphärenreservat.

Die Moorlandschaften unterhalb der Schrattenfluh wie der Bergzug selbst gelten als Kraftorte. Wälder, alte Bäume, Felsen, Höhlen, Gipfel, Auenlandschaften oder Quellen zählen zu den typischen Kraftorten und Kultplätzen. Sie werden in Sagen überliefert und durch Funde belegt. Kraftorte zeigen, dass es nebst der materiellen Welt weitere Dimensionen und vieles gibt, was wir nicht zu erklären vermögen. Die Schweiz gilt als besonders Reich an solchen Orten. Ich bin selber kein grosser Verfechter dieser Theorien, jedoch bin ich überzeugt davon, dass Körper und Geist in der Natur regeneriert werden können.

Mit dem Zug sind wir bis nach Schüpfheim gefahren und dann aufs Postauto umgestiegen, welches uns bis zur Hirseggbrücke gebracht hat. Von da aus haben wir unsere Bergtour in Angriff genommen. Erstes Ziel war ein Hochmoor unterhalb des Hofes Schlund. Hohe Torfrücken werden von kleinen Bächen umschlängelt.

Der Hof Schlund liegt etwa auf 1500 Metern, er ist per Auto erreichbar und wir wurden wieder von der Zivilisation eingeholt. Wir wanderten jedoch weiter Richtung Alp Chlus (1700 Meter). Der Wald wurde immer lichter und bei der Alp war die Waldgrenze erreicht. Links von der Alp liegt der Bergkopf Böli. Der Name Böli ist abgeleitet von Böri, aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Höhe, Erhebung. Rechts von der Alp liegt der mächtige Schibengütsch (2037 Meter), das südliche Ende der Schrattenfluh. Bei der Alp stärkten wir uns mit einem leichten Mittagessen aus dem Rucksack, bevor wir den Aufstieg zum Schibengütsch in Angriff nahmen. Die Alp wurde immer kleiner und das Gipfelkreuz kam näher. Die letzten Meter verlief der Weg dem Grat entlang über Fels und Grasrücken. Trittsicherheit war gefragt aber gefährlich wurde es nie. Die Aussicht vom Gipfel aus war atemberaubend. Richtung Westen sieht man in das Gebiet der Emme und hinüber zum Hohgant, welcher jedoch gerade in Wolken gehüllt war. Direkt unter uns sahen wir das 1000 Meter niedriger gelegene Restaurant Kemmeribodenbad, das Ziel unserer Wanderung. Richtung Süden schweift der Blick zum Brienzerrothorn. Beinahe unbeschreiblich ist der Blick nach Norden über den ganzen Grat der Schrattenfluh. Das Kalkgebiet ähnelt einer Mondlandschaft. Direkt vor dem Schibengütsch liegt das Turstenhäuptli, ein komisch geformter Felskopf. Dahinter, weiter weg der Hengst (2092 Meter), der höchste Punkt der Schrattenfluh.

Wir sind nicht direkt abgestiegen, sondern über das Turstenhäuptli wieder zurück zur Alp Chlus hinunter. Der Weg führte uns anschliessend steil hinunter ins Tal der Emme und zum Kemmeribodenbad. Vor der Rückreise genehmigten wir uns aber noch ein kühles Fussbad in der Emme, es tat unglaublich gut. Nun kennen wir den südlichen Teil der Schrattenfluh. Bei der nächsten Bergtour in dieser Gegend möchte ich gerne den Hengst erklimmen und dann über den Grat zurück zur Hirsegg wandern. Vielleicht im Herbst, aber es gibt ja keinen Grund zur Eile.


Im Vordergrund das Hochmoor, hinten links die Böli, rechts davon in den Wolken, der Schibengütsch.


Im Hochmoor


Die Böli von der Alp Chlus aus gesehen.


Von der Alp Chlus aus führen viele Wege auf die Schrattenfluh und zurück ins Tal.


Der Schibengütsch


Im steilen Aufstieg zum Gipfel.


Blick vom Schibengütsch über die Schrattenfluh. Im Hintergrund ragt der Hengst steil in den Himmel.


2037 Meter, keine Seilbahn, keine Touristenbeiz, nur eine Sitzbank und ein Gipfelkreuz. Aber eine super Aussicht und seinen Frieden.


Auf dem Weg zum Turstenhäuptli.


Kurz vor dem Abstieg zeigte sich der Hohgant doch noch.


Blick hinauf zum Schibengütsch vom Kemmeriboden Bad aus.

10 Juli 2006

Enfin les vacances!

Aujourd’hui c’était mon premier jour officiel des vacances t’études. A l’HEG (Haute Ecole de Gestion) les vacances sont organisées de même manière qu’à l’Université : début Juillet à fin Octobre les étudiants ont congé.

Pour moi cela représente 4 jours de congé par semaine ! Mercredi, Jeudi, Vendredi travail et ensuite un looooong week-end.

En août j’aurai encore un jour d’examen (Maths et Comptabilité Analytique) mais comme tous mes examens durant l’année étaient suffisants je peux me préparer tranquillement pour ces deux derniers examens finaux. Cette année j’ai tout de même du boulot. Pour la branche Marketing nous devons faire en travail de groupe une analyse de situation et ensuite élaborer un concept de marketing pour une société de notre choix. Mais ce travail est très intéressant, de plus nous travaillons avec une société réelle, ce qui représente défi supplémentaire.

Mais avant que je me lance dans ce travail je passerai une semaine de vacances en Autriche, avec mon VTT évidemment. Ce sont mais premières vacances cette année et je pense que je les ai vraiment méritées, après cette année d’étude difficile mais bien réussie. En tout cas je me réjouis beaucoup et je pense que ça va me faire du bien d’oublier tout le boulot pendant une semaine.

J’écrirai certainement dans mon Blog prochainement de cette semaine, photos inclus c’est promis !

29 Mai 2006

Nichts hält mich jetzt mehr auf!

Vor Prüfungen sollte man es ja bekanntlich etwas ruhiger angehen. Das klappt bei mir in der Regel auch. Ich bereite mich rechtzeitig vor, damit ich nicht bis zur letzten Sekunde schuften muss. In der Regel lerne ich am Vortag der Prüfung nicht mehr viel, da lese ich höchstens noch Zusammenfassungen durch oder diskutiere noch einmal eine Übung mit Kollegen durch. Morgen 30. Mai 2006 stehen die Marketing und Politik Klausur auf dem Programm. Ich konnte mein Vorbereitungsprogramm auch dieses Mal durchziehen. Trotzdem die Ruhe selbst war ich in letzter Zeit nicht. Seit anfangs Jahr wurde ich immer wieder von Erkältungen und kleineren Grippen geplagt. Der Monat Mai war aber bisher der Höhepunkt. Am 6 Mai musste ich bereits voll gepumpt mit Medikamenten eine Englisch-Prüfung schreiben. Das war sehr angenehm!

Und nun stehen mir also wieder zwei wichtige Prüfungen bevor und ja, es gab tatsächlich wieder einen gesundheitlichen Zwischenfall. Letzten Donnerstag ging ich mit starken Halsschmerzen ins Bett. Am nächsten Morgen hatte ich starke Schmerzen beim Schlucken und auch Probleme mit der Atmung. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass mein Hals stark entzündet war und mein Halszäpfchen so stark angeschwollen war, dass es mich am normalen Schlucken, Atmen und Sprechen hinderte. Einmal mehr führte mein Weg zum Arzt, der mir Medikamente gegen die Entzündung gab. Ausserdem meldete er mich beim ORL (Facharzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten) an. Möglicherweise muss ich mein Halszäpfchen nun kürzen lassen.

Glücklicherweise haben die Medikamente geholfen. Die Schwellung ist mittlerweile zurückgegangen, so dass ich wieder normal Schlucken und Atmen kann. Wie sagt doch das Sprichwort? „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“. Nun was die Englisch-Prüfung anfangs Mai angeht, habe ich trotz gesundheitlicher Schwäche kein schlechtes Gefühl. Ich bin zuversichtlich im Juli eine gute Note zu erhalten. Am 13. Mai 2006, nahm ich ausserdem, immer noch ein wenig verschnupft, am Grand Prix von Bern teil. Und wieder schaffte ich es, trotz schlechtem Gefühl und etwas geschwächt eine Super Leistung zu erbringen. Zum ersten Mal konnte ich die 10 Meilen lange Strecke unter 1 Stunde 14 Minuten laufen. Ich baue nun für morgen voll auf benanntes Sprichwort und fühle mich bereit einen weiteren Schritt zu tun um mir mein zweites Vordiplom zu sichern.

UND NICHTS WIRD MICH AUFHALTEN, SCHON GAR NICHT EIN HALSZÄPFCHEN!!!

15 Mai 2006

Rest in Peace

Loïc Bregnard died on May 10, 2006 at 01.30. My thoughts and most sincere condolences to his family.

Loïc Bregnard

14 Mai 2006

Grand Prix von Bern

Endlich, nachdem ich krankheitshalber alle bisherigen Läufe absagen musste, konnte ich diesen Samstag am Grand Prix von Bern teilnehmen.

Dieses Jahr feiert der GP von Bern, oder die 10 schönsten Meilen der Welt, wie der Lauf auch genannt wird, sein 25-jähriges Jubiläum. Der GP verdankt seinen Namen tatsächlich der Formel 1. Der letzte Formel 1 Grand Prix wurde im Jahre 1954 auf der legendären Bremgarten-Strecke durchgeführt. Das OK-Team hat 1982 eine alte Tradition wieder aufleben lassen und einen neuen Grand Prix von Bern organisiert, welcher bis heute stattfindet und sich zum grössten Laufevent der Schweiz entwickelt hat.

Angefangen hat es 1982 mit 3139 Anmeldungen und 2861 Klassierten. Das war bereits Rekord. Noch nie hatte ein erstmals durchgeführter Lauf so viele Teilnehmer. 2006, 25 Jahre später meldeten sich über 25'000 Läuferinnen und Läufer an und 22'695 haben ihn beendet. Wieder ein Rekord!

Vor 25 Jahren gab es nur die 10 Meilen-Strecke, heute können die Läufer nebst den schönsten 10 Meilen der Welt auch den Altstadt GP über 4,7 km laufen und für die ganz kleinen Läufer gibt’s den Bären-GP über 1,6 km.
Auch die Strecke war anders. Sie führte vom Dählhölzli über Muri zurück ins Wankdorf. Heute führt die Strecke nach dem Dählhölzli Wald über die Monbijoubrücke, Bundesplatz wieder durch die Altstadt zurück zum BEA Gelände, was den Lauf natürlich noch attraktiver macht.

Ein einziger Schweizer konnte den GP gewinnen, dafür gleich viermal: Markus Ryffel. Dieses Jahr konnte aber erfreulicherweise wieder ein Schweizer auf dem Podest bejubelt werden. Viktor Röthlin der Marathon Schweizer Meister wurde zweiter.

Vor 50 Jahren, verfolgten jeweils bis zu 100'000 Zuschauer die Formel 1 Grand Prix in Bremgarten. Beim heutigen GP sind es nicht weniger. Es ist jeweils ein unglaubliches Gefühl die Altstadt bis zum Zytglogge hoch zu laufen, vorbei an unzähligen von Schaulustigen, welche ihre Freunde, Verwandten, Bekannten oder einfach alle Läufer anfeuern. Es herrscht jeweils richtige Volksfest-Stimmung. Nach 12 Km erreicht man auf dem Rückweg wieder die Innenstadt und spätestens ab dem Bundesplatz tanken auch die müden Läufer, durch die jubelnde Menschenmenge wieder Kraft und nehmen die letzten 4 Km in Angriff.

Dieses Jahr führte der GP zum Jubiläum quer über den Bundesplatz über einen roten Teppich. Ich frage mich ob es der offizielle rote Teppich war, auf dem jeweils die Staatsoberhäupter von unserem Bundesrat begrüsst werden. Wahrscheinlich nicht. Es war trotzdem ein schönes Gefühl und ein zusätzlicher Aufsteller über den Teppich zu laufen.

Letztes Wochenende musste ich noch gegen eine Grippe ankämpfen und ich war immer noch etwas verschnupft. Ich ging daher etwas vorsichtig eingestellt an den Start. Nachdem ich die ersten 2 Km gut überstanden hatte, wurde ich aber richtig heiss und erhöhte das Tempo. Bis nach dem Dählhölzli Wald war ich sehr gut unterwegs. Dann nach der Monbijoubrücke bekam ich etwas müde Beine und ich fühlte, dass meine Kadenz sank. Vor dem letzten Verpflegungsposten versuchte ich das Tempo wieder zu erhöhen und als dann bei der kleinen Schanze eine der zahlreichen Musikgruppen entlang der Strecke einer meiner Lieblingssongs, "Johnny B. Goode" spielte, erhielt ich wieder den nötigen Kick und nahm die letzten 4 Km mit erhöhter Kadenz in Angriff. Der Aargauerstalden brauchte nochmals Kraft und ich konnte den Endspurt erst nach dem höchsten Punkt beim Reitzentrum ansetzen. Die letzten 100 m spurtete ich mit einem anderen Läufer mit und überlief die Ziellinie nach 1 Stunde 13 Minuten und 53 Sekunden. Erschöpft aber überglücklich und auch stolz über die erbrachte Leistung.

Die Laufsaison 2006 ist für mich nun zu ende, bis auf kürzere Trainings werde ich mich jetzt auf den Radsport konzentrieren. Aber ich freue mich bereits heute auf den 26. Grand Prix von Bern im 2007.

Die 10 schönsten Meilen der Welt

07 Mai 2006

Manchmal hilft Chemie eben doch

Ich mag keine Medikamente. Erstens weil sie den Körper vergiften und zweitens weil sie in der Schweiz viel zu teuer sind. Ich bin eigentlich nicht häufig krank und wenn es mich doch einmal erwischt, setze ich meistens auf Bettruhe, Ricola-Bonbons, heissen Tee und warmen Absinth. Aber wenn man am Vorabend einer wichtigen Prüfung im Bett liegt, überlegt man sich’s doch noch einmal.

So dieses Wochenende bei mir geschehen. Am Freitagabend zeigte das Thermometer knapp 40 Grad an und am Samstagvormittag stand eine Englisch-Prüfung auf dem Programm. Da halfen Grossmutters Heilmittel nichts mehr, also verpasste ich mir eine Überdosis Fieber hemmende und schmerzstillende Tabletten und kroch unter meine Bettdecke. Den Rest des Abends und der Nacht kann ich nicht wirklich beschreiben, da ich mich irgendwo zwischen Bettkante und Nirvana bewegte. Am anderen Morgen jedoch, war das Fieber so gut wie weg, dafür dröhnte der Kopf. Egal, um die Prüfung zu schreiben, reichte es.

Nach drei Stunden Business English verliess ich den Raum, abgekämpft und erschöpft. Wieder zu Hause kroch ich zurück in mein Bett. Der Kampf gegen das Fieber und die Prüfung hatten ihre Spuren hinterlassen. Müde aber doch zufrieden schaltete ich mein Gehirn aus und sank in einen tiefen, ruhigen Schlaf.