01 April 2007
Züge, Reben und das lemanische Meer
Heute wollte ich besonders profitieren und habe bereits um 8 Uhr in der Früh am Bahnhof den Zug Richtung Bern bestiegen. Von Bern ging's mit dem Intercity über Fribourg nach Palézieux und dann mit dem Regionalzug nach Puidoux-Chexbres. Der kleine Ort liegt am Rande der gewellten Hochebene vor dem Bassin Lémanique.
Nun ging es zu Fuss weiter. Auf einem Teersträsschen folgte ich den Wegweisern Richtung Tour de Gourze, einem Wachtturm aus dem 12. Jahrhundert. Hier ahnt man noch nichts von den sonnenverwöhnten Rebbergen des Lavaux und dem grössten See Mitteleuropas. Am Horizont zeigen sich bloss die Spitzen der Waadtländer und Savoyer Alpen.
Es war etwas dunstig heute und der Blick ins Unterwallis getrübt. Die verschneiten Berge über dem Dunst zeigten sich aber von ihrer schönsten Seite. Diese Jahreszeit hat schon etwas Spezielles, wenn im Unterland bereits Frühling herrscht, während in den Bergen noch der Winter den Takt angibt.
Ich folgte also weiter meinem Teersträsschen durch Feld und Wald. Nach einer halben Stunde trat ich dann aus dem Wald und trotz dem Dunst empfingen mich das wunderbare Panorama des Lac Léman und die endlosen Rebberge des Lavaux. Ich folgte weiter dem Teersträsschen, welches nun steiler wurde und schliesslich am Fusse der Tour de Gourze auf 930 Meter endete. Im Innern des viereckigen Turms führt eine Metalltreppe auf die Brüstung.
Das Panorama, welches den Wanderer dort erwartet ist beinahe unbeschreiblich. Hinten Links die Freiburger Alpen mit Moléson und Vanil Noir, vorne Links die Waadtländer Alpen mit Rochers de Naye, Grand Muveran und Grand Combin (wenn's keinen Dunst hat!) Vorne die Savoyer Alpen und der See. Auf der rechten Seite dann der Jura, mit Crêt de la Neige, Mont Tendre und Chasseron. Fantastisch!
Rund um den Turm hat es gemütliche Sitzbänke zum Picknicken. Ich entschloss mich für eine etwas schiefe Bank ein paar Schritte weiter unten. Etwas weniger Komfort, dafür war die Sicht frei auf den See. Nach der kurzen Mahlzeit ging es dann weiter. Von meinem Picknick-Platz weg Richtung Grandvaux, führte ein nicht beschilderter Pfad in den Wald hinein. Abkürzung! Dachte ich und für einmal hatte ich Recht. Der Weg war zwar steil und glitschig, führte aber ziemlich direkt zu meinem Zwischenziel, dem Bahnhof von Grandvaux.
Von dort ging ich auf dem Sentier de la ligne, dem Weg entlang der Bahnlinie, weiter. Der Weg führt, mal als Pfad, mal als Strässchen zwischen Rebbergen und Bahnlinie, Richtung Lausanne. Die Rebberge sind jetzt selbstverständlich noch kahl, aber die Wanderung hat wie bereits gesagt, wegen der verschneiten Berge auch im Frühling ihren Reiz. Im Sommer würde ich sie nicht empfehlen, entlang der Steinmauern muss es dann extrem heiss sein. Im Herbst jedoch, vor oder nach der Traubenernte, wäre wohl die schönste Jahreszeit.
Kurz vor der Gare de la Conversion hat mich noch kurz eine Schmuse-Katze aufgehalten. Sie wollte mich erst nach ein paar Streicheleinheiten weitergehen lassen. Kaum am Bahnhof angekommen, fuhr auch gleich der Regionalzug nach Lausanne ein. That's Timing! Von Lausanne ging es dann mit dem ICN wieder zurück nach Biel.
Eine schöne kleine Wanderung an einem schönen Frühlingstag. Vielleicht wiederhole ich sie noch einmal an einem schönen Herbsttag.
Bilder und Infos La Tour de Gourze gibt es hier.
Bilder des Panoramas gibt es hier.
Bilder und Infos Sentier de la Ligne gibt es hier.
27 März 2007
Ich kann es nicht mehr hören!
Dies hat nun die EDU (Eidgenössische Demokratische Union), deren politischen Grundsätze auf dem Evangelium von Jesus Christus basieren (Bemerkung: ich habe nichts gegen Religion und Christen aber ich habe definitiv kein Verständnis dafür wenn die Politik auf religiösen Grundsätzen basiert) dazu bewogen, eine Petition gegen diesen Song einzureichen, damit Bobo mit dem Song die Schweiz am Eurovision Songcontest nicht vertreten darf. Die Botschaft des Songs sei verheerend und die Schweiz solle nicht mit Satanismus sondern mit Schweizer Werten am Gesangswettbewerb vertreten sein.
Der Christian Waber (Nationalrat, EDU) singt doch sicher im Kirchenchor mit, soll doch er teilnehmen!
Meine Herren Politiker, wir haben wichtigere und ernster zu nehmende Themen, über welche diskutiert werden müssen! Also konzentrieren sie sich gefälligst darauf und schalten sie am 12. Mai 2007 einfach den Fernseher aus und lesen sie in den darauf folgenden Tagen einfach den Promi und People Teil in den Zeitungen nicht.
20 März 2007
16 März 2007
Ferienstimmung
01 März 2007
Zitter, Schlotter, Bibber
Viermal eine Stunde höchste Konzentration ist gefordert. 60-minütige Prüfungen bedeuten meistens Stress. Eine Stunde ist nicht viel und trotzdem muss der Stoff eines ganzen Semesters geprüft werden. Da bleibt nicht viel Zeit für lange Überlegungen, was bedeutet: „was ich nicht weis, macht mich nicht heiss“ oder etwas genauer ausgedrückt: Keine Zeit verlieren, wenn man eine Aufgabe nicht ganz versteht, sondern sofort zur nächsten weiter gehen.
Frei nach dem Motto: Speed kills the exam!
Und wenn man gar nichts weis, einfach etwas aufschreiben, Hauptsache es steht was auf dem Blatt.
Bloss keine Panik, in 48 Stunden ist die ganze Hexerei vorbei. Dann wird die Zeit reif sein für ein Bierchen um den ganzen Lernfrust zu ertränken. Jammern kann ich dann noch genug, wenn ich die Resultate erhalte! :-)
In diesem Sinne: „Kill the exams, Cédric!“
20 Januar 2007
Tod
Die junge Frau ist noch gestern Abend auf der Unfallstelle gestorben.
19 Januar 2007
Zwischen Leben und Tod
Der Busfahrer steigt wieder ein. Ich nehme den Kopfhörer aus dem Ohr. Der Fahrer funkt und meldet einen Unfall.
„Heute geht’s wohl nicht mehr weiter“. Ich steige aus, gehe am Bus vorbei nach vorn. Ein gelber Lieferwagen steht am Strassenrand, auf der gegenüber liegenden Strassenseite steht ein silberner Kleinwagen, ein Mann winkt die Autofahrer vorbei. Ich gehe weiter, sehe ein umgestürztes Motorrad. Darum herum liegen Scherben und Metallteile. Ein paar Meter davon entfernt liegt ein Mann regungslos am Boden, der Kopf zur Seite geneigt. Um den Kopf herum eine grosse Blutlache. Mit dem Regen fliesst Blut in den nahe liegenden Schacht. Neben dem Mann, kniend zwei weitere Männer. Einer hält den Arm des Verunfallten, der Zweite versucht ihn mit Herzmassage zu reanimieren. Ich zähle mit 1, 2, 3, 4, 5….1, 2, 3, 4, 5….
Am Strassenrand hat sich eine kleine Menschenmenge gebildet. Fassungslose bleiche Gesichter beobachten die Szene. Eine Frau hält sich die Hand vor den offenen Mund, eine andere hält sich verkrampft am Arm ihres Freundes oder Mannes fest.
Ich gehe ein paar Schritte weiter, bleibe dann auch stehen. 1, 2, 3, 4, 5…der Mann regt sich nicht. Ich frage mich ob der Helm nicht weg müsste. Nein, zu gefährlich wegen Verletzungen an der Wirbelsäule, oder doch weg? Ich versuche mich zu erinnern wie man einem Verunfallten einen Motorradhelm auszieht. Ich wüsste nicht mehr wie das geht. Dann eine Sirene. Der Krankenwagen kommt. Ein Notarzt und ein Sanitäter steigen aus. Der Sanitäter rennt zum Verunfallten, er legt den Kopf gerade und fängt an ihm den Helm auszuziehen. Der Arzt bittet die beiden Helfer zur Seite und fängt an den Körper des Verunfallten frei zu machen. Noch eine Sirene erklingt, der Polizeiwagen. Der Beifahrer stürzt aus dem Auto und rennt zur Unfallstelle.
Ich wende mich ab und gehe nach Hause. An den Häuserfassaden reflektieren die Blaulichter. Erst jetzt höre ich die Musik im Kopfhörer wieder. Ready to go von Republica. Ich hoffe der Mann überlebt, er wäre sicher nicht bereit gewesen…
16 Januar 2007
31 Dezember 2006
Bye bye 2006
Voici mes High- et Lowlights: Le plus grand succès de cette année est absolument l'achèvement de ma deuxième année d'étude d'économie. Un événement qui me reste en bonne mémoire est le Grand Prix de Berne. La randonné au Schibengütsch et les vacances de VTT en Autriche étaient de très bons moments que j'ai passé avec des amis très proches. Il y avait bien sûr aussi des événements moins heureux. De mars jusqu'au mois de mai je suis tombé malade plusieurs fois, c'était une période d'insécurité qui a coûté beaucoup de force. La meilleure décision que j'ai prise cette année est certainement celle de mon déménagement. La nouvelle situation d'habitation me convient vraiment et m'a aussi aidé à retrouver un certain équilibre dans ma vie.
En conclusion je peux dire que l'année 2006 était une heureuse année plein d'aventures et de bonheur. J'espère que je pourrais vous parler d'aussi bons moments l'année prochaine.

25 Dezember 2006
17 Dezember 2006
Es weihnachtet ein wenig
Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, gehe ich vorbei an Ständen voller Holzfiguren, Adventskränzen, Kerzen, Gewürzen, Teen und vielem mehr. Eifrig wird gekauft und verkauft. Hier eine Kerze dort ein Holzengel. Hier Gewürze dort Tee. Hier eine Bratwurst dort Glühwein. Der Marronimann schreit hinaus „Heisse Marroni, chaud les marrons“ – da kann ich nicht widerstehen. Es ist Sonntagsverkauft und die Strassen sind voller Menschen, als wäre es ein Wochentag. Männer und Frauen voll bepackt mit Taschen und Schachteln, eilen an mir vorbei.
Eigentlich mag ich Weihnachten sehr, die Stimmung in der Stadt mit den Lichtern, der Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr ist bei mir aber noch nicht richtige Weihnachtsstimmung aufgekommen. Keine Glöcklein in den Ohren, kein Mandarinengeruch in der Nase aber ich gebe mir Mühe und suche trotzdem weiter nach meinen Geschenken. Schliesslich entscheide ich mich für ein Teeset und verschiebe den Kauf der weiteren Geschenke auf ein nächstes Mal. Es wird sich wohl nie ändern, ich werde meine Weihnachtseinkäufe wohl immer in letzter Minute erledigen. Vielleicht kommt ja auch noch etwas Weihnachtsstimmung auf.
14 November 2006
Cablecom senkt die Preise - Was bringts?
- günstigere Set-Top Boxen
- Preissenkung im digitalen Angebot
- Preiserhöhung im analogen Angebot
- Programmreduktion im analogen Angebot
- Weiterbestehen der Verschlüsselung
Die Preisreduktion wären wohl auch ohne Verhandlungen vorgenommen worden, denn die Konkurrenz schläft nicht. Bluewin TV hat vor einigen Tagen die ersten Kunden mit digitalem TV versorgt.
Aber was bringt es der grössten Konsumentengruppe im Bereich Fernsehen? Gar nichts! Das Angebot für das analoge Fernsehen verschlechtert sich sogar. Es wird teurer und schrumpft gleichzeitig und weil die Cablecom vorerst auf grosse Investitionen in ihrem Leitungsnetz verzichten will, wird sie in naher Zukunft weitere Sender aus dem analogen Programm streichen müssen, um Platz für digitale Kanäle zu machen.
Da können sich lediglich diejenigen weiter freuen, die Ihren Fernseh-, Telefon- und Internetanschluss bei einem der doch zahlreichen kleinen Anbieter haben. Diese bieten nämlich trotz ihrer vergleichsweise winzigen Netze zum Teil Top-Angebote an.
Links zum Thema und weitere Kritik:
www.news.ch
www.sf.tv
www.nzz.ch
JacoBlök
22 Oktober 2006
Findlinge und Schalensteine im Längholz
Findlinge, oder erratische Blöcke, sind Steine, welche während der Eiszeit von Gletschern transportiert wurden und nach deren Rückzug an der Oberfläche liegen geblieben sind.
Vor ca. 2 Millionen Jahren lag das heutige Seeland unter der dicken Eisschicht des Rhonegletschers, welcher bis ins Gebiet zwischen Solothurn und Oensingen vorgedrungen war. Der Gletscher hat während der Eiszeit immer wieder Felsbrocken transportiert. Nachdem die Eisschicht geschmolzen war, blieben viele dieser Brocken frei liegen oder gelangten später durch Erosion an die Oberfläche.
Der grösste Findling im Reservat ist der Heidenstein. Ein mächtiger Block aus schieferigem Gneis mit einem Volumen von ungefähr 100 Kubikmetern. Findlinge sind oft sagenumwoben, so auch der Heidenstein. Die bekannteste Sage erzählt die Geschichte von einer alten Schuhmacherin, die auf dem Weg von Mett nach Brügg dem Teufel begegnete, der mit einem mächtigen Felsen auf seinem Rücken auf dem Weg zur Kirche von Bürglen war. Auf seine Frage, wie weit es noch sei, erwiderte die Frau, dass er noch so viele Paar Schuhe durchlaufen müsse, wie sie in ihrem Korb trage. Das war dem Teufel zu weit und schmetterte den Felsen zu Boden und verschwand. Als die Frau lange Zeit später von ihrer Begegnung erzählte, nannten die Menschen den Felsbrocken nur noch Heidenstein.
Unter den 50 Findlingen im Längholz befinden sich auch 10 Schalensteine. Schalensteine nennt man Findlinge, welche von Menschenhand geschaffene Löcher, Schalen oder Schleifspuren auf ihrer Oberfläche aufweisen. Schalensteine gibt es überall in Europa. Die Schalen werden der Bronzezeit (ca. 4000-1000 v. Chr.) zugewiesen. Bis heute ist ungeklärt, wofür die Schalen genutzt wurden. Verschiedene Deutungsversuche sprechen von Kalendern, astronomischen Zeichen, Fruchtbarkeitssymbolen, Hilfsmitteln für kulturelle Rituale, aber auch Nahrungsverarbeitung und Wassersammlung. Wegen den ungeklärten Vertiefungen, werden die Steine im Volksmund auch Druiden- Feen-, Opfer- Teufels- oder Hexensteine genannt.
Der interessanteste Schalenstein im Längholz, liegt in der Nähe des Friedhofs. Er weist sechs Bohrlöcher in einer Reihe und gleichmässigen Abständen auf der NO-Seite und 3 weitere Bohrlöcher auf der Gegenseite auf. Die Unebenheit auf der Oberseite könnte eine Schale sein. Wäre der Boden rundum den Stein nicht abfallend, könnte aufgrund seiner Form durchaus von einem frühzeitlichen Sammelplatz oder Treffpunkt ausgegangen werden.
Ich mag diesen Stein besonders, weil er von der Dent Blanche im Wallis stammt. Einer der schönsten Berge in der Schweiz, wie ich finde.
Offizielle Website des Findlingreservats Längholz
05 Oktober 2006
Un nouveau départ
J'ai déménagé la semaine passé. Après avoir habité en communauté pendant presque quatre ans, j'avais besoin d'un nouvel environnement et de mon propre logement.
Habiter en communauté amène des avantages, surtout du point de vue financier, mais on est aussi obligé de partager et on perd un bout de sa vie privé. Je pense que c'était une bonne expérience mais il était temps pour un nouveau départ. J'ai trouvé un joli petit appartement de deux-pièces avec balcon. C'est un peu en dehors de ma ville, près de la campagne et de la forêt mais j'ai tout de même plein de possibilités pour faire mes achats à proximité et j'ai de très bonnes correspondances avec le bus pour aller au centre-ville. C'est effectivement l'endroit idéal pour moi.
Pour l'instant tout est encore un peu provisoire. Je n'ai pas encore rangé toutes mes affaires. Certains meubles ne sont pas encore montés et il reste des cartons à vider. Mais je me suis déjà assez bien installé, il faut simplement encore un peu du temps pour faire le reste.
Comme déjà remarqué il s'agit d'un nouveau départ, ça prend donc un peu du temps et il n'y a certainement pas d'urgence.
17 September 2006
GESCHAFFT !!!
Besonders freut mich, dass ich dieses Jahr keine ungenügende Note in meinem Notenausweis habe. Eigentlich ist mir das gar nicht so wichtig, den bestanden ist bestanden, mit oder ohne ungenügenden Note. Aber letztes Jahr musste ich im 2. Semester kämpfen, weil ich im 1. Semester gepatzert habe. Dieser Kampf (und Stress!) blieb mir dieses Jahr zum Glück erspart.
Eigentlich kann ich gar nicht mehr dazu sagen, ich freue mich einfach, dass ich nun die Hälfte meines Studiums hinter mir habe. Bekanntlich dauert ja die zweite Hälfte immer weniger lang.
Na ja, schaun mer mal! ;-)
03 September 2006
Wachtdienst - Schicht von 02:00 bis 04:00 morgens
02:23 Uhr
Eine Spinne seilt sich vom Vordach runter, zwirbelt einen Seidenfaden aus ihrem Hintern und klebt ihn an die Wand des Wachtlokals. Dann klettert sie wieder hoch zum Vordach, spannt alles und macht es schön fest. Der Anfang eines Spinnennetzes.
02:26 Uhr
Ich widme mich wieder meiner Lektüre. Nein, es handelt sich nicht um die neueste Ausgabe des FHM, Playboy oder Cherry, sondern um einen Roman von Jules Vernes. Auch im Militär kann man etwas gehobenere Lektüre geniessen.
Ironischerweise handelt die Geschichte von zwei Wissenschaftlern, welche beide ein enormes Vermögen erben. Der Eine, ein Franzose, baut damit eine Modell-Stadt auf, deren Einwohner höchsten Standart geniessen können (Hygiene, Bildung, Sozialwesen, Arbeitsbedingungen auf höchstem Niveau). Der Andere, ein Deutscher, welcher die Franzosen abgrundtief hasst, baut ein riesiges Stahlwerk auf. In diesem konstruiert er neueste Waffen mit dem Ziel, die Franzosen-Stadt zu zerstören. Natürlich gelingt es dem Franzosen seine Stadt zu retten, aber mit dem Verstand und nicht mit einer Armee.
02: 46 Uhr
Ich unterbreche meine Lektüre um nachzusehen, wie weit die Spinne mit ihrem Nest ist. Sie kommt gut voran. Alle Sicherungsfäden sind gespannt und sie ist bereits am Fangnetz. Das wird wohl noch ein wenig dauern...eigentlich hochinteressant so ein Spinnennetz.
03:02 Uhr
Achtung, eine Katze dringt ins Militärgelände ein! Na, die wird schon nichts schlimmes anstellen.
Noch ein Kapitel im Buch, dann ist auch diese Schicht bald vorüber.
03:40 Uhr
Noch 20 Minuten! Die Spinne hat ungefähr die Hälfte ihres Fangnetzes fertig gestellt. Harte Arbeit und eine Garantie, dass sich ein Insekt darin verfängt kriegt sie auch nicht. Nun, diese Spinne schon, schliesslich ist das Vordach die ganze Nacht beleuchtet. Irgendein Krabbelvieh wird schon rein fliegen.
03:57 Uhr
Die Ablösung kommt. Ein kurzer Wortwechsel über die Sinnlosigkeit dieses Jobs, dann mach ich mich auf den Weg in die Unterkunft.
04.09 Uhr
Gute Nacht!
27 August 2006
Achtung!
Ein WK auf der Wache bringt aber auch Vorteile mit sich. Der Ausgang ist eingeschränkt und somit kann ich nicht übermässig Geld ausgeben. Weiter spare ich ziemlich viel Geld beim Essen und Trinken. Und letzteres ist in der Militärkantine gar nicht so übel.
Ich hoffe jedenfalls, dass es drei ruhige Wochen werden, ohne Arrestanten, Feueralarme, sonstige Alarme oder was auch immer. Passieren könnte zwar viel, meistens bleibt es jedoch ruhig.
17 August 2006
Bikeferien im Zillertal
In 4 Tagen haben wir ungefähr 180 km zurückgelegt und über 5000 Höhenmeter überwunden. Hier ein paar Impressionen:
















30 Juli 2006
Über Schrattenkalk zum Schibengütsch
Die Moorlandschaften unterhalb der Schrattenfluh wie der Bergzug selbst gelten als Kraftorte. Wälder, alte Bäume, Felsen, Höhlen, Gipfel, Auenlandschaften oder Quellen zählen zu den typischen Kraftorten und Kultplätzen. Sie werden in Sagen überliefert und durch Funde belegt. Kraftorte zeigen, dass es nebst der materiellen Welt weitere Dimensionen und vieles gibt, was wir nicht zu erklären vermögen. Die Schweiz gilt als besonders Reich an solchen Orten. Ich bin selber kein grosser Verfechter dieser Theorien, jedoch bin ich überzeugt davon, dass Körper und Geist in der Natur regeneriert werden können.
Mit dem Zug sind wir bis nach Schüpfheim gefahren und dann aufs Postauto umgestiegen, welches uns bis zur Hirseggbrücke gebracht hat. Von da aus haben wir unsere Bergtour in Angriff genommen. Erstes Ziel war ein Hochmoor unterhalb des Hofes Schlund. Hohe Torfrücken werden von kleinen Bächen umschlängelt.
Der Hof Schlund liegt etwa auf 1500 Metern, er ist per Auto erreichbar und wir wurden wieder von der Zivilisation eingeholt. Wir wanderten jedoch weiter Richtung Alp Chlus (1700 Meter). Der Wald wurde immer lichter und bei der Alp war die Waldgrenze erreicht. Links von der Alp liegt der Bergkopf Böli. Der Name Böli ist abgeleitet von Böri, aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Höhe, Erhebung. Rechts von der Alp liegt der mächtige Schibengütsch (2037 Meter), das südliche Ende der Schrattenfluh. Bei der Alp stärkten wir uns mit einem leichten Mittagessen aus dem Rucksack, bevor wir den Aufstieg zum Schibengütsch in Angriff nahmen. Die Alp wurde immer kleiner und das Gipfelkreuz kam näher. Die letzten Meter verlief der Weg dem Grat entlang über Fels und Grasrücken. Trittsicherheit war gefragt aber gefährlich wurde es nie. Die Aussicht vom Gipfel aus war atemberaubend. Richtung Westen sieht man in das Gebiet der Emme und hinüber zum Hohgant, welcher jedoch gerade in Wolken gehüllt war. Direkt unter uns sahen wir das 1000 Meter niedriger gelegene Restaurant Kemmeribodenbad, das Ziel unserer Wanderung. Richtung Süden schweift der Blick zum Brienzerrothorn. Beinahe unbeschreiblich ist der Blick nach Norden über den ganzen Grat der Schrattenfluh. Das Kalkgebiet ähnelt einer Mondlandschaft. Direkt vor dem Schibengütsch liegt das Turstenhäuptli, ein komisch geformter Felskopf. Dahinter, weiter weg der Hengst (2092 Meter), der höchste Punkt der Schrattenfluh.
Wir sind nicht direkt abgestiegen, sondern über das Turstenhäuptli wieder zurück zur Alp Chlus hinunter. Der Weg führte uns anschliessend steil hinunter ins Tal der Emme und zum Kemmeribodenbad. Vor der Rückreise genehmigten wir uns aber noch ein kühles Fussbad in der Emme, es tat unglaublich gut. Nun kennen wir den südlichen Teil der Schrattenfluh. Bei der nächsten Bergtour in dieser Gegend möchte ich gerne den Hengst erklimmen und dann über den Grat zurück zur Hirsegg wandern. Vielleicht im Herbst, aber es gibt ja keinen Grund zur Eile.

Im Vordergrund das Hochmoor, hinten links die Böli, rechts davon in den Wolken, der Schibengütsch.

Im Hochmoor

Die Böli von der Alp Chlus aus gesehen.

Der Schibengütsch

Im steilen Aufstieg zum Gipfel.

Blick vom Schibengütsch über die Schrattenfluh. Im Hintergrund ragt der Hengst steil in den Himmel.

2037 Meter, keine Seilbahn, keine Touristenbeiz, nur eine Sitzbank und ein Gipfelkreuz. Aber eine super Aussicht und seinen Frieden.

Auf dem Weg zum Turstenhäuptli.

Kurz vor dem Abstieg zeigte sich der Hohgant doch noch.

Blick hinauf zum Schibengütsch vom Kemmeriboden Bad aus.
10 Juli 2006
Enfin les vacances!
Pour moi cela représente 4 jours de congé par semaine ! Mercredi, Jeudi, Vendredi travail et ensuite un looooong week-end.
En août j’aurai encore un jour d’examen (Maths et Comptabilité Analytique) mais comme tous mes examens durant l’année étaient suffisants je peux me préparer tranquillement pour ces deux derniers examens finaux. Cette année j’ai tout de même du boulot. Pour la branche Marketing nous devons faire en travail de groupe une analyse de situation et ensuite élaborer un concept de marketing pour une société de notre choix. Mais ce travail est très intéressant, de plus nous travaillons avec une société réelle, ce qui représente défi supplémentaire.
Mais avant que je me lance dans ce travail je passerai une semaine de vacances en Autriche, avec mon VTT évidemment. Ce sont mais premières vacances cette année et je pense que je les ai vraiment méritées, après cette année d’étude difficile mais bien réussie. En tout cas je me réjouis beaucoup et je pense que ça va me faire du bien d’oublier tout le boulot pendant une semaine.
J’écrirai certainement dans mon Blog prochainement de cette semaine, photos inclus c’est promis !








