18 Juni 2015

Wanderleiterausbildung - Impressionen Sommermodul 2015

Vom 23. Mai bis 7. Juni 2015 habe ich das letzte Modul der Wanderleiterausbildung absolviert. Es war ein sehr abwechslungsreiches und entsprechend lehrreiches Modul, gespickt mit Überraschungen und vielen bleibenden Eindrücken und Erinnerungen.

Es bleibt nun die praktische Wanderwoche im Schwarzenburgerland Ende Juni und im Oktober die Prüfungswoche zu absolvieren.

Doch vorher lasse ich das letzte Modul nochmals bildlich Revue passieren.


Heideschnecken in der Felsensteppe


Immer wieder eindrücklich: der Dingel


Thymianwürger, ein Halbparasit


Die Animationen am Praxistag waren kreativ


Gimli der Zwerg erwartete uns in den alten Kupferminen von Baicolliou



 Etwas kupferhaltiges Gestein haben wir auch gefunden.


Gletscherexkursion im Lötschental von der Fafleralp zum Langgletscher


Durchs Gletschervorfeld...


...auf die Seitenmoräne


Glückliche Wanderleiter


"The Navigator"


Geologie quasi am Ursprungsort


Fantastisches Panorama auf die Bergwelt und eine mächtige Seitenmoräne


Aber nicht nur geologisch sondern auch was die Flora betrifft, entdeckt man im Gletschervorfeld kleine Naturschönheiten


 Alpenmohn und Alpen Leinkraut


 Der Bio-Bergbauer hat uns das traditionelle Wässern mit Suonen demonstriert



Zwischen traditionell angebautem Roggen, findet man auch noch Kornblumen


Am Kräutertag haben wir gekocht (Blumen-Butterbrötchen, Käse-Alpenampfer Amuse-bouche, Risotto mit Brennesseln und Gutem Heinrich und frittierte Holunderblüten)....




...und eigene Salben hergestellt (hier ensteht eine Wundheissalbe aus Wundklee)


Zum Abschluss noch etwas Sicherheit und Orientierung in der Region Val Ossola, Val Grande





Das Schlusswort haben die Ehringer-Kühe: Muuuh!


14 Mai 2015

Rekognoszierung

Eines der wichtigsten Elemente zur Vorbereitung einer geführten Wanderung, ist die Rekognoszierung. Also das Ablaufen und Erkunden der Strecke. Heute bin ich durch das Reppischtal von Dietikon nach Birmensdorf ZH gewandert. Für Mitte Juni hatte ich eine Wanderung entlang der Reppisch zum Thema Bachforelle geplant. Nach der heutigen Rekognoszierung habe ich mich entschieden die Wanderung auf später zu verschieben und auch das Thema anzupassen.

Der Streckenverlauf durchs Tal ist vielerorts nicht so möglich, wie ich es mir erhofft hatte und für eine Wanderung zum Thema Bach und Bachforelle nicht sehr gut geeignet. Das Reppischtal bietet jedoch viele Möglichkeiten für eine geführte Wanderung. Dies benötigt nun etwas Zeit für die Vorbereitung. Ich freue mich auf jeden Fall das Reppischtal mit Gästen zu durchwandern und zu entdecken. Denn eines ist sicher, zu entdecken gibt es dort vieles!

Für alle, welche sich den 14. Juni 2015 bereits vorgemerkt haben, bitte ich um Verständnis, dass die Wanderung nun nicht stattfindet und hoffe, dass der spätere Termin, voraussichtlich Mitte Juli, ebenfalls passt.

Nachfolgend einige Eindrücke aus dem Reppischtal.












13 April 2015

Neues aus der Wildnisküche

Die Natur bietet im frühen Frühling mehr als nur Bärlauch für die Wildnisküche. Auch die jungen Brennesseln lassen sich zu einem schmackhaften Gericht zubereiten.

Man achte beim Sammeln darauf, sich nicht gleich am Wegrand einzudecken (Hundetoilette lässt grüssen!). Die jungen Brennesseln sind leicht erkennbar. Eckiger stark behaarter Stiel und stark behaarte eiförmige Blätter. Brennesseln wachsen gerne auf trockenen aber nahrhaften Böden. Man findet sie in lichten Wäldern, auf Schuttplätzen und rund um Gebüsche. Wie bereits gesagt, sind Wegränder und Viehläger weniger geeignet fürs Sammeln.

Ab Ende März findet man die jungen Pflänzchen im Flachland, ab Ende April, Anfang Mai auch in höheren Lagen. Die junge Brennessel ist klein und deshalb gut versteckt. Ein Vorteil ist aber, dass sie nie einzeln anzutreffen ist. Wenn ihr eine Pflanze gefunden habt, sind sicher mehrere in der Nähe. Ein weiterer Vorteil, die junge Brennessel brennt kaum. Handschuhe sind daher nicht nötig.

Man achte beim sammeln darauf, einige Blätter an der Pflanze zu lassen, dies garantiert, dass sie weiterwächst.

Wenn ihr auf einem längeren Spaziergang oder einer längeren Wanderung seid, ein Tupperware mit nassem Haushaltpapier auslegen, Brennesseln sammeln, leicht benetzen und mit einem nassen Haushaltpapier abdecken. Deckel drauf und die Blätter bleiben bis am Abend frisch.

Und was kocht man damit? Natürlich eine schmackhafte Brennesselsuppe.

Zutaten:

für 4 Personen
50 g junge Brennnesseln, heiss abgespült, gehackt
250 g Kartoffeln, geschält, gewürfelt
1 Zwiebel, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
8 dl Fleischbouillon
1-2 dl Vollrahm, leicht aufgeschäumt
2 EL junge Brennnesseln, abgespült, gehackt

Zubereitung: 

  1. Brennnesseln, Kartoffeln, Zwiebel und Knoblauch in eine Pfanne geben. Bouillon beigeben, 30 Minuten kochen lassen.
  2. Kartoffeln mit einem Schwingbesen oder Kartoffelstampfer zerdrücken. Den aufgeschäumten Rahm beigeben und abschmecken. Die Brennnesseln in die Suppe streuen und sofort servieren.
Ä Guete!

30 März 2015

Frühlingszeit - Bärlauchzeit

Eins, zwei, drei
Der Winter ist vorbei
Die Natur erwacht
Das Feuer entfacht

Blümelein, Kräuterlein
Alles wächst ganz fein
Unter Baum und Tanne
eingesammelt landets in der Pfanne

Im Moment ist der Bärlauch in voller Wachstumsphase und bietet in der Küche vielerlei Verwendungsmöglichkeiten. Bärlauchbutter, Bärlauch-Pesto oder einfach unter den Salat gemischt, schmeckt er vorzüglich und wirkt reinigend.

Auch der Bär wusste das und ass nach seinem Winterschlaf jeweils viel Bärlauch, welchen er in Hülle und Fülle in der Nähe seines Winterquartiers vorfand.

Bärlauch findet ihr in feuchten Waldgebieten oder entlang von Bachläufen. Achtung nicht verwechseln mit Maiglöckchen (giftig). Bärlauch schmeckt nach Lauch und die Blätter sind nicht verzweigt. Die beiden Pflanzen wachsen nicht beieinander.

Deshalb beim Spazieren oder Wandern immer eine Stofftasche oder einen kleinen Behälter zum einsammeln dabei haben.

Rezepte zum Nachkochen und geniessen

Bärlauch-Pesto

Ergibt ca. 4 dl

100 g     Bärlauch
80 g     Pinienkerne
60 g     geriebener Käse, z. B. Bergkäse oder Parmesan
1 dl     Rapsöl
Salz
2 TL     Zitronensaft
Pfeffer

Bärlauch gut waschen und abtropfen lassen. Bärlauch grob hacken und mit Pinienkernen, Käse und Öl im Cutter hacken. Mit Salz würzen. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

Tipps zu diesem Rezept
Pesto auf Vorrat: Eine grössere Menge Pesto zubereiten. In heiss ausgespülte, trockene Gläser füllen. Mit Rapsöl bis zum Rand auffüllen, der Pesto muss ganz mit einer Ölschicht bedeckt sein. Gut verschliessen.

Lagerung: Kühl und dunkel gelagert ist der Pesto einige Wochen haltbar. Nach dem Öffnen sofort brauchen.

Bärlauchbutter

Ergibt 4 Portionen

80 g Bärlauch
250 g Butter (zimmerwarm)
Salz
Pfeffer
1 EL Zitronensaft

Bärlauch waschen, trocken tupfen und fein zerschneiden oder im Mörser zerquetschen.
Die zimmerwarme Butter in kleine Stückchen schneiden. Die Butter nach und nach mit dem Bärlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Bärlauchbutter gleich frisch servieren oder einfrieren.

Tipps zu diesem Rezept
Bärlauchbutter ist perfekt für die Vorratshaltung geeignet. Entweder die Butter zu einer Rolle formen oder mit einem Spritzsack kleine Röschen kreieren. Bärlauchbutter kann auch in einem Einmachglas gelagert werden.

Die Bärlauchbutter im Kühlschrank sehr kalt werden lassen und dann als ganze Rolle oder einzeln portioniert einfrieren.

So haben Sie während des Jahres immer wieder tollen Bärlauchgenuss!

"Ä Guete"


 Mise en place

 Die Bärlauch-Pesto im Cutter zubereiten

Für die Butter mit dem Spritzsack Röschen spritzen

Pesto in Einmachgläser (mit Öl bedeckt) kühl lagern

29 März 2015

Winterspaziergang - 150 Jahre Wintertourismus Schweiz

Zum offiziellen Winterabschluss am 22. März 2015 habe ich meine Gäste im Toggenburg von Alt St. Johann nach Unterwasser geführt. Der Winterspaziergang führte uns durch 150 Jahre Geschichte des Schweizer Wintertourismus. Entsprechend begrüsste ich meine Gäste im nostalgischen Outfit.Das Toggenburg ist zwar nicht ein riesiges Wintersportmekka, dennoch bietet das Tal viele Beispiele dafür, wie der Wintersport und der Wintertourismus in der Schweiz entstanden und sich entwickelt hat. Sowohl von den sportlichen Seite als auch von der Infrastruktur her. Den Spaziergang haben wir mit einem traditionellen, lokalen Zvieri abgeschlossen: im Hotel Restaurant Sternen in Unterwasser haben wir einen feinen Schlorzifladen genossen. Mehr dazu hier: Kulinarisches Erbe Schweiz

Der Wanderleiter anno dazumal

Hotel Schweizerhof Alt St. Johann heute und...

...vor 100 Jahren

Iltios Bahn heute und...

...kurz nach Eröffnung 1934.

Im Toggenburg zwischen Alt St. Johann und Unterwasser. 
Im Hintergrund der Wildhauser Schafberg.

Hotel Sternen Unterwasser heute...

...und 1910.


Vor dem Schlorzifladen, das obligate Gruppenfoto.

Ein herzliches Dankeschön an meine Gäste und bis bald zur nächsten Wanderung.