30 März 2015

Frühlingszeit - Bärlauchzeit

Eins, zwei, drei
Der Winter ist vorbei
Die Natur erwacht
Das Feuer entfacht

Blümelein, Kräuterlein
Alles wächst ganz fein
Unter Baum und Tanne
eingesammelt landets in der Pfanne

Im Moment ist der Bärlauch in voller Wachstumsphase und bietet in der Küche vielerlei Verwendungsmöglichkeiten. Bärlauchbutter, Bärlauch-Pesto oder einfach unter den Salat gemischt, schmeckt er vorzüglich und wirkt reinigend.

Auch der Bär wusste das und ass nach seinem Winterschlaf jeweils viel Bärlauch, welchen er in Hülle und Fülle in der Nähe seines Winterquartiers vorfand.

Bärlauch findet ihr in feuchten Waldgebieten oder entlang von Bachläufen. Achtung nicht verwechseln mit Maiglöckchen (giftig). Bärlauch schmeckt nach Lauch und die Blätter sind nicht verzweigt. Die beiden Pflanzen wachsen nicht beieinander.

Deshalb beim Spazieren oder Wandern immer eine Stofftasche oder einen kleinen Behälter zum einsammeln dabei haben.

Rezepte zum Nachkochen und geniessen

Bärlauch-Pesto

Ergibt ca. 4 dl

100 g     Bärlauch
80 g     Pinienkerne
60 g     geriebener Käse, z. B. Bergkäse oder Parmesan
1 dl     Rapsöl
Salz
2 TL     Zitronensaft
Pfeffer

Bärlauch gut waschen und abtropfen lassen. Bärlauch grob hacken und mit Pinienkernen, Käse und Öl im Cutter hacken. Mit Salz würzen. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

Tipps zu diesem Rezept
Pesto auf Vorrat: Eine grössere Menge Pesto zubereiten. In heiss ausgespülte, trockene Gläser füllen. Mit Rapsöl bis zum Rand auffüllen, der Pesto muss ganz mit einer Ölschicht bedeckt sein. Gut verschliessen.

Lagerung: Kühl und dunkel gelagert ist der Pesto einige Wochen haltbar. Nach dem Öffnen sofort brauchen.

Bärlauchbutter

Ergibt 4 Portionen

80 g Bärlauch
250 g Butter (zimmerwarm)
Salz
Pfeffer
1 EL Zitronensaft

Bärlauch waschen, trocken tupfen und fein zerschneiden oder im Mörser zerquetschen.
Die zimmerwarme Butter in kleine Stückchen schneiden. Die Butter nach und nach mit dem Bärlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Bärlauchbutter gleich frisch servieren oder einfrieren.

Tipps zu diesem Rezept
Bärlauchbutter ist perfekt für die Vorratshaltung geeignet. Entweder die Butter zu einer Rolle formen oder mit einem Spritzsack kleine Röschen kreieren. Bärlauchbutter kann auch in einem Einmachglas gelagert werden.

Die Bärlauchbutter im Kühlschrank sehr kalt werden lassen und dann als ganze Rolle oder einzeln portioniert einfrieren.

So haben Sie während des Jahres immer wieder tollen Bärlauchgenuss!

"Ä Guete"


 Mise en place

 Die Bärlauch-Pesto im Cutter zubereiten

Für die Butter mit dem Spritzsack Röschen spritzen

Pesto in Einmachgläser (mit Öl bedeckt) kühl lagern

29 März 2015

Winterspaziergang - 150 Jahre Wintertourismus Schweiz

Zum offiziellen Winterabschluss am 22. März 2015 habe ich meine Gäste im Toggenburg von Alt St. Johann nach Unterwasser geführt. Der Winterspaziergang führte uns durch 150 Jahre Geschichte des Schweizer Wintertourismus. Entsprechend begrüsste ich meine Gäste im nostalgischen Outfit.Das Toggenburg ist zwar nicht ein riesiges Wintersportmekka, dennoch bietet das Tal viele Beispiele dafür, wie der Wintersport und der Wintertourismus in der Schweiz entstanden und sich entwickelt hat. Sowohl von den sportlichen Seite als auch von der Infrastruktur her. Den Spaziergang haben wir mit einem traditionellen, lokalen Zvieri abgeschlossen: im Hotel Restaurant Sternen in Unterwasser haben wir einen feinen Schlorzifladen genossen. Mehr dazu hier: Kulinarisches Erbe Schweiz

Der Wanderleiter anno dazumal

Hotel Schweizerhof Alt St. Johann heute und...

...vor 100 Jahren

Iltios Bahn heute und...

...kurz nach Eröffnung 1934.

Im Toggenburg zwischen Alt St. Johann und Unterwasser. 
Im Hintergrund der Wildhauser Schafberg.

Hotel Sternen Unterwasser heute...

...und 1910.


Vor dem Schlorzifladen, das obligate Gruppenfoto.

Ein herzliches Dankeschön an meine Gäste und bis bald zur nächsten Wanderung.

16 Februar 2015

Orientierungs- und LVS-Training im Basler Jura

Das Wanderleiter Wintermodul startet in zwei Wochen. Letzte Gelegenheit um sich praktisch vorzubereiten. Heute war ein schöner Wintertag, perfekt zum Trainieren an der Sonne. Mit zwei Wanderleiterkollegen haben wir in der Region Waldenburg im Basler Jura einige Karten-, Orientierungs- und LVS-Übungen durchgeführt. Und nebenbei haben wir noch den wunderschönen Wintertag und das Panorama von der Waldweid aus genossen. So macht lernen richtig Spass!


Durch lichten Föhrenwald ging es hoch Richtung Waldweid.


Natürlich Querfeld, war ja Sinn der Übung.


Schöner Spechtbaum. Ein so schönes Exemplar eines Futterplatzes habe ich lange nicht gesehen.


Und weiter ging es. Irgendwann musste doch der Weg wieder kommen. Die Richtung stimmte auf jeden Fall, nur die Höhe war noch nicht erreicht.


Da war er schon. Blick Richtung Belchenfluh.


Kaffee und Kuchen auf der Waldweid.

 
Dann kam also das LVS Training. Wer denkt mein orientierungsloses hin und her zu Beginn komme vom Kafi Schnaps, muss ich korrigieren. Bis das Empfangsgerät des LVS nahe genug am Sendesignal ist (ca. 40 Meter) sind Zickzack-Bewegungen die richtige Vorgehensweise. Übrigens hatte es gar keinen Schnaps im Kaffee :-)


Über die Krete der Richtiflue ging es dann wieder runter nach Waldenburg. Es war ein erfolgreiches Training an einem wunderschönen Tag in einer noch schöneren Region. Nun kann das Wintermodul kommen!

08 Februar 2015

Risipass - Erste geführte Wanderung 2015

Gestern habe ich meine erste geführte Wanderung 2015 erfolgreich durchgeführt. Mit sechs motivierten und interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bin ich mit Schneeschuhen über den Risipass gewandert und habe Informationen zum Thema Natur im Winter vermittelt. Der Schnee war fantastisch und den Hochnebel haben wir exakt zur Mittagsrast auf dem Risipass überwunden und konnten die tiefwinterliche Landschaft bei Sonnenschein geniessen. Heute war Zeit zum Entspannen und Reflektieren. Vielen Dank an alle Teilnehmenden. Es hat viel Spass gemacht!


03 Februar 2015

Pieps gegen Mammut

Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen der LVS-Übung. Pieps DSP suchte Mammut Barrivox und umgekehrt. Es wurde nach Signalen gesucht, sondiert und geschaufelt. Auch wenn der Test viel Spass gemacht hat, blieb der Ernst der Übung immer im Hinterkopf. Die Lawinensituation war am Wochenende sehr heikel und 10 Menschen fanden durch Lawinen in den letzten Tagen den Tod.





25 Januar 2015

Schneeschuhtour Gurnigel

Der Winter ist nicht nur angekommen er ist auch geblieben. Die Schneeschuhsaison ist in vollem Gange. Dieses Mal ging es auf den Gurnigel. Vom Selital steil hoch auf Gägger, über den Hohrbühlpass auf die Pfyffe und durch den schönen Inbergwald zurück zum Ausgangsort. Unterwegs gab es viel zu beobachten und das Wechselspiel von Nebel und Sonne verwandelte den dunklen, mystischen Wald innert Kürze in eine glitzernde Winterlandschaft. Und wieder gab es viel zu entdecken und zu hören.


Mystisch und dunkel im Wald Richtung Pfyffe


Der starke Wind lässt die Schneekristalle wachsen. Der Wind bläst übrigens von links.


Die Sonne lässt die vereiste Lanschaft...


...plötzlich glänzen


Futterplatz eines Spechts


Blick Richtung Gurnigel


Panorama von der Pfyffe aus
 

Im Wald haben die Tiere Spuren hinterlassen, Rehe, Marder...


...und hier ziemlich sicher ein Luchs.


Den Fichtenkreuzschnabel konnte ich leider nicht fotografieren, das Bild liefert die Vogelwarte Sempach

18 Januar 2015

Rekognoszierung Risipass

Heute war der ideale Tag um meine geführte Schneeschuhwanderung vom 7. Februar 2015 über den Risipass zu rekognoszieren. Ich kenne das Gebiet ja sehr gut, aber eine gute Vorbereitung macht immer Sinn. Ausserdem hat es in der Ostschweiz bis in die letzte Nacht hinein geschneit, was ideale Bedingungen versprach. Diese fanden wir dann auch vor. Mehr über die wunderschöne Umgebung verrate ich nun aber nicht. Wer mehr erfahren will, meldet sich für die geführte Tour an. Die reine Marschzeit dauert ca. 4 Stunden. Wir sind von 10 Uhr bis ca. 16 Uhr unterwegs.












04 Januar 2015

Eisvogel am Pfäffikersee

Ein erstes Highlight im neuen Jahr ist die Sichtung zweier Eisvögel am Pfäffikersee. Für mich war es das erste Mal überhaupt und ein Moment des Glücks diesen mit seinem schillernden Federkleid für die Schweiz so untypisch wirkenden Vogel bei der Nahrungssuche beobachten zu können. Was es dazu brauchte war lediglich ein bisschen Hilfe von Experten und einen Moment der Geduld und Ruhe. Einmal mehr hat sich für mich bestätigt, dass der Pfäffikersee ein extrem wertvoller Lebensraum darstellt, den es zu schützen gilt. Denn auch wenn der gesamte Pfäffikersee und sein Ufergebiet unter Naturschutz steht, so greift der Mensch diesen für viele Tiere wichtigen Lebensraum immer wieder mit kleineren und grösseren Störungen an.

Wer den Eisvogel gerne beobachten möchte, darf sich gerne bei mir melden und mich auf einen Spaziergang ins Riedgebiet am Pfäffikersee begleiten.

Mehr über den Eisvogel auf der Internetseite der Vogelwarte Sempach.


30 Dezember 2014

Schneeschuhwandern vor der Haustüre

Am Schönsten ist der Winter, wenn der Schnee vor der Haustüre 50 cm hoch liegt. Seit dem 27. Dezember 2014 schneit es in Pfäffikon ZH fast ununterbrochen und die Schneehügel werden immer höher. Entsprechend ist das Züri Oberland zu einem Schneeschuhwandermekka geworden. Heute bin ich quasi vor der Haustüre gestartet und quer über Land bis zur Kyburg "gschuehnet", wo ich im altehrwürdigen Gasthaus Hirschen am Kachelofen eine deftige Gemüsesuppe geniessen durfte, die ich mir redlich verdient hatte. Da der Bus wegen Holzschlages nicht verkehrte, bin ich gleich weiter den Wald hinunter bis Kollbrunn im Tösstal gewandert. Eine so schön verschneite Landschaft hier in der Region habe ich lange nicht mehr erlebt. So sind die Pfade grenzenlos. Genuss pur!

Auch mit Pferden macht der Schnee Spass. In der Nähe von Rumlikon



 Tiefverschneite Wälder

 Ich war an diesem Vormittag nicht der Erste, welcher Richtung Kyburg unterwegs war

Cédi im Schnee

 Das tiefverschneite Dörfchen Kyburg mit dem Schloss



 Hier gibt es feine Gemüsesuppe




Hello :-)

 Durch den Wald Richtung Kollbrunn