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11 Mai 2013

Tandemtrip 2013 - 7. Amsterdam-Insel Texel

Nach sonnigen Tagen in Amsterdam ging's los. Zuerst Richtung Kueste nach Harlem. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Keine 20 km noerdlich  verlaeuft durchgehend von Amsterdam bis zur Kueste der Nordseekanal mit kilometerlangen Hafen- und Industrieanlagen. Wir merkten davon nichts und sind friedlich durch Moor- und Deichlandschaft, sowie Landwirtschaftsgebiete geradelt. In Harlem gabs einen Kaffeehalt und dann ging es nordwaerts in die Duenen. Nach 55 kilometer haben wir auf dem riesigen (!) Campingplatz Bakken noch rechtzeitig vor dem Regen unser Zelt aufgestellt.

Am naechsten morgen ging es erstmals 20 Kilometer auf und ab durch die Duenen. Die Highlandrinder mit Kaelbern haben wir elegant umkurvt, klingeln bringt da gar nichts... Ab Camperduin gings dann schnell vorwaerts. Im Schutz des Hondsbossche Zeewering Deich und mit Rueckenwind gings ab wie die Post vorbei an wunderschoenen Blumenfeldern bis Calantsoog zum Minicampingplatz. Die Nacht war stuermisch und morgens um 5 haben wir beim Notabbau des Nachbarzeltes mitgeholfen. Unseres war natuerlich der Fels in der Brandung :-) Z Andi isch aebe scho ae Zaeutlibouerin!

Der dritte Tag war grau und leicht regnerisch, aber wir hatten immer noch Rueckenwind. Die Duenenlandschaft bis Den Helder ist der Hammer. Ganz eindruecklich war die kilometerlange Fahrt auf dem Deich, links die stuermische Nordsee, rechts die Duenen, bis zum Hafen von Den Helder.

Die Insel Texel ist einfach Flach und windig und hat kilometerlange Straende mit einer Milliarde angespuelten Muscheln und einem kleinen Krebschen, dass sich schwubsdiwubs bei unserem Anblick im Sand vergrub und nicht wieder hervorkam.
Besonders erwaehnen moechten wir den Alkohol: Texels Bier und Texelkruiterlikoer :-)

Morgen geht's auf die Faehre zur Insel Vlieland. Wir hoffen, beim naechsten mal einen besseren PC zu erwischen damit wir euch mehr Bilder zeigen koennen.


Auf dem Deich vor Den Helder

Noerdliche Spitze von Texel

07 Mai 2013

Tandemtrip 2013 - 6. Amsterdam

Nach unserer Reise im (Schlaf)wagen (leider ohne Schlaf), sind wir mit unserem Doppel-fiets durch Amsterdam auf der Suche nach unserem B&B gekurvt. Nur soviel zum Farhrstil der Hollaender: Sie fahren Fahrrad, wie die Italiener autofahren.... Nun gut, wir habens ueberstanden und konnten 2 volle Tage bei sommerlichen Temperaturen in der Stadt verbringen. Morgen geht's an die Nordsee.

Anbei ein paar Eindruecke aus Amsterdam....  




05 Mai 2013

Tandemtrip 2013 - 5. We are ready...to go

Now it's time, we are ready. Our apartment is ready for our roomer. Cupboards are empty, clothes, personal stuff are stored and everything is cleaned up. As of we were moving :-).

The luggage is also ready. Unbelievable, 7 bags for all clothes and materials for 3 months. That's downsizing!



Do you remember how much material it was?  Tandemtrip 2013 - 1. Materialcheck

Yesterday I decided to change the rear tire of our Tandem. Last minute pit stop. The old one was not 100% ok, a bit brittle. But I prefer to do it now. The first breakdown will certainly come, but it don't have to be a tire, i prefer the tube first!

And now it's the biggest challenge before travelling, waiting for departure! If I can't stand it, there is another tire i can change on the Tandem :-).

22 April 2013

Tandemtrip 2013 - 4. Hauptprobe

Am Sonntag sind wir mit fast allem Gepäck eine Proberunde gefahren. Ich schätze mal 40 kilo, inkl. Anhänger waren es schon. Eine echte Herausforderung beim Lenken, langsam fahren ist schwierig. Macht nichts, wir fahren sowieso immer gut 30 km/h. HA HA...ein Schenkelklopfer!

Erstaunlich ist jedoch, dass man das Gewicht des Anhängers nicht wirklich spürt, der fährt einfach brav hinterher.

Wir waren mit einem guten 16km/h Schnitt unterwegs, was in etwa unseren Erwartungen entspricht. So kommen wir ganz sicher auf die berechneten 60 km pro Tag.

Sind wir nun bereit? Keine Ahnung was ich jetzt schreiben soll, es kommt wie es kommt und darum geht's ja auch. Wieso fährt man sonst mit dem Tandem 3 Monate lang durch halb Europa?

13 Tage to go, dann ist es soweit. Nicht vergessen, für diejenigen die uns beim Einladen in den City Night Line helfen wollen :-) Abfahrt ist am 05..05.2013 um 20:42 am Zürich HB.


02 April 2013

Tandemtrip 2013 - 3. Rallarvegen ja oder nein

Wir möchten uns nicht zu stark verplanen. Die grobe Route ist aber definiert. Amsterdam - Inseln Texel und Vlieland - Leer - Cuxhaven - Brunsbüttel - Kiel - Oslo - Larvik - Geilo - Bergen - Stavanger - Hirtshals - Kobenhagen.

Holland, Deutschland und Dänemark können wir ruhig ohne grosse Planung angehen. Ausgeschilderte Radwege gibts dort in Hülle und Fülle, inkl. Kartenmaterial und Übernachtungsmöglichkeiten findet man auch problemlos.

Norwegen ist da ein ganz anderes Pflaster. Zwar gibt es offizielle Radwege, jedoch kein eingentliches Radwegenetz. Wir werden uns vor Ort erkundigen müssen und auch Ad-hoc entscheiden. Eine wunderschöne Gegend, welche mit dem Fahrrad erkundet werden kann ist die Hardangervidda. Von Geilo bis Flam verläuft der berühmte Rallarvegen. Ein ca. 100 km langer Fahrradweg, welcher durch eine von Gletscher geformte Landschaft auf 1000 M.ü.M führt. Und 1000 Meter in Norwegen, bedeuten ca. 2000 Meter bei uns, was Flora, Fauna, Meteo und Geologie betrifft. Der Rallarvegen ist nicht asphaltiert und einige Teilstücke mit einem Tandem kaum passierbar. Das erste Teilstück von Geilo bis Finse könnten wir jedoch wagen. Evtl, müssten wir dazu in Oslo andere Pneus aufziehen und die Felgen verstärken.



Entscheidend wird schlussendlich das Wetter in den nächsten zwei Monaten sein und das Wetter im Juni, wenn wir dort sind. Aktuell herrscht noch tiefer Winter und bis zum 10. April melden die Meteorologen von Pfäffikon bis Norwegen keine grösseren Temperaturanstiege. Was danach kommt steht in den Sternen.

Also drückt uns alle die Daumen und bestellt mit uns warmes Wetter und Sonnenschein, damit der Rallarvegen bis Mitte Juni Schneefrei ist.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

25 März 2013

Tandemtrip 2013 - 2. Velocheck, Wohnungsputz, Outdoor-Küchen-Experimente

Noch 41 Tage bis zur Abreise. Der Tag X kommt näher. Ende Februar haben wir das Tandem im Veloplus voll ausrüsten lassen. Gepäckträger vorne, Anhänger, ergonomische Griffe, Velocomputer, Anhänger, ausserdem haben wir Vorder- und Hinterradtaschen, Lenkertasche, Gepäckträgertasche und Rahmentaschen gekauft. Zusammen mit der Anhängertasche haben wir nun ein Packvolumen von ca. 160 Liter was optimal ist. Wir haben nach der Einkaufstour noch gut 2 Stunden in der Veloplus-Kundenwerkstatt verbracht um alles zu montieren, verschrauben, justieren.



Inzwischen war das Tandem auch im Service. Letztes Wochenende habe ich noch die Taschen eingestellt, Velocomputer montiert und eingestellt und kleinere Montagearbeiten vorgenommen. Das Velo ist nun fit für unseren Trip durch Nordeuropa.




Die Vorbereitungen sind jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Da wir eine Untermieterin haben, muss die Wohnung noch teilweise geräumt und geputzt werden. Da haben wir noch Arbeit vor uns, aber es geht voran. Fenster sind zu 2/3 geputzt, Küche auch bis zur Hälfte und einige Habseligkeiten haben wir bereits in Kartons verstaut.

Und auch die Einkaufsliste ist auf ein Minimum geschrumpft:

- 2 Ersatzschläuche
- 1 Merino Leibchen
- 2 Ordnungsbeutel
- 1 Gaskartusche
- 1 Ersatzspeicherkarte für Fotoapparat

Vielleicht kommt dann doch noch das Eine oder Andere dazu :-).

Aktuell probieren wir auch diverse einfache Gerichte aus: Brot aus der Pfanne (Bannock), Eintöpfe, einfache Frühstücksvarianten mit Haferflocken, Früchten, Nüssen etc. Als wir letztes Mal durch Irland getrampt sind, war die Küche nicht auf hohem Niveau. Das möchten wir dieses Mal verbessern.

Als Grundnahrungsmittel ist Bannock aber wirklich unser Favorit:

Mehl, Salz, Wasser (wenn vorhanden Hefe oder Backpulver). Zuerst alles trocken vermischen, anschliessend mit soviel Wasser gründlich verkneten bis ein weicher, nicht klebender Teig entsteht. Fladen formen und in wenig Öl oder Fett in der Pfanne beidseitig backen.



Genial an Bannock ist, dass man es in x-hundert Variationen herstellen kann: mit diversem Mehl, Haferflocken, Hirse, Kleie, gemischt mit Nüssen, Früchten, Speck oder Schinken, diversen Kernen, Milchpulver, Honig, Sirup.... Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und wer glaubt in der Outdoor Küche gebe es keine haute cuisine, der irrt. Wir werden uns sicher einige Male nach einer langen Fahrt an einer Outdoor Pizza genüsslich tun. Mehr wird zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.

03 Februar 2013

Tandemtrip 2013 - 1. Materialcheck und Auslegeordnung

Unser Tandemtrip durch Nordeuropa rückt näher. Zeit für einen Materialcheck.

Es fehlen noch einige wenige Elemente in unserer Ausrüstung aber das Meiste ist vorhanden. Gestern haben wir uns noch zwei neue, aufblasbare Schlafmatten gekauft: halbes Gewicht und etwa 1/3 Volumen. In 5 Jahren hat die Outdoor-Technologie extreme Fortschritte gemacht.

Überhaupt alles macht extreme Fortschritte ausser einem: Batterien bzw. Akkus. Wenn du länger unterwegs bist ohne Stromversorgung und ein elektronisches Gerät wie Navi, Smartphone, Rasiergerät oder Laptop, bist du heute immer noch ziemlich aufgeschmissen. Zwar gibt es heute gute Solarladegeräte mit Power-Akkus aber sobald ein Gerät mit mehr als 8-10 Watt Leistung im Gepäck dabei ist, reicht ein kleines Solarpanel mit 50m2 längstens nicht mehr und dann wirds teuer. Ausserdem wie um Himmelswillen soll ich ein 1 m2 grosses Solarpanel auf ein Tandem montieren?

Also verzichten wir einfach auf möglichst alle nicht unbedingt notwendigen elektronischen Geräte, das macht die Sache erst noch viel interessanter!

Was mir bisher am meisten gefällt sind unsere Betten. Zusammengerollt und -gepackt nehmen Schlafsack, Matte UND (!!!) Kissen etwa gleichviel Platz ein wie ein paar Schuhe.


Ein weiteres Highlight ist unser Espressomaker. Auf guten Kaffee wollen wir schliesslich nicht verzichten!



Die Auslegeordnung benötigt momentan ca. 2.5m x 1m Platz. Etwas mehr wird es schon noch aber die Sache ist überschaubar. Dass es für 3 Monate reichen soll, ist dann die andere Geschichte, aber über die berichte ich dann später!